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Döbeln Döbeln: Strom und Wärme aus dem Keller
Region Döbeln Döbeln: Strom und Wärme aus dem Keller
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23:59 19.01.2014

Giftiges Grün auf etwa acht Quadratmetern: An einer Kellerwand im frisch sanierten Block Unnaer Straße 32 scheint die Farbwahl etwas misslungen zu sein, wie auch WGF-Vorstand Stefan Viehrig anhand der Publikumsreaktionen feststellen musste. Die etwas grelle Wandgestaltung stach wohl vielen unangenehm ins Auge.

Dagegen dürfte die ebenfalls im Kellergeschoss liegende Kraftzentrale des Blockes vielen Mietern bald positiv ins Auge fallen. Das Blockheizkraftwerk versorgt das Haus zum einen mit Wärme und nutzt zum anderen die bei der Gasverbrennung anfallende Abwärme - physikalisch korrekt: thermische Energie - und wandelt diese in elektrische Energie um. Strom und Wärme strömen aus dem Keller.

"Mit der Elektrizität betreiben wir das Hauslicht und die beiden Aufzüge", sagt Stefan Viehrig. Was darüber hinaus noch an Strom übrig ist, speist die WGF in das Netz der Stadtwerke ein. Rund 70 000 Euro hat die Anlage gekostet, die jetzt hilft, die Nebenkosten der Mieter zu senken. 30 Prozent Energie lässt sich mit der Anlage sparen, weil sie die anfallende Wärme effektiv ausnutzt. Damit das Blockheizkraftwerk nicht unnötig die Umgebung erwärmt, hat die WGF dem Haus eine ordentliche Wärmedämmung verpasst.

150 Wohnungen beherbergt der Block an der Unnaer Straße, etwa 15 davon sind noch frei. Am Sonnabend kamen viele Interessenten, um sich die Musterwohnungen (eine hat knapp 60 Quadratmeter Grundfläche, die andere rund 67 Quadratmeter) anzusehen. Beide bieten Fenster in Bad und Küche, die größere hat einen Balkon. Platzsparende Schiebetüren trennen Bad und Küche vom Flur.

"Viele Besucher haben gleich unseren Fragebogen ausgefüllt und damit ihr Interesse bekundet", sagt Uwe Ehrlich, für die Vermietung zuständiger WGF-Mitarbeiter, über die sehr positive Resonanz. "Das ist hier eine ganz schicke Angelegenheit geworden", sagt Uwe Ehrlich auf einem der neuen Balkone stehend. Deren Brüstungen bieten gleich massive Haltevorrichtungen für Blumenkästen, die allerlei Drahtgeflechte zur Befestigung überflüssig machen. Einfach den Blumenkasten reinstellen - und fertig.

Von den Balkonen fällt der Blick auf eine Grünanlage, die die WGF demnächst ebenfalls umgestalten will. Eine Begegnungs- und Erholungsfläche soll entstehen. Bereits jetzt wachsen hier sogenannte Baby-Bäume. Die heißen nicht etwa so, weil sie noch klein sind. Sie stehen für die Neugeborenen, die WGF-Mieterinnen in der jüngsten Vergangenheit zur Welt brachten. Für das Vorhaben Begegnungs- und Erholungsfläche würde die WGF gern Fördermittel in Anspruch nehmen. "Wir hoffen, dass wir dafür einen Zuschlag bekommen", sagt Stefan Viehrig.

Die WGF hat in Döbeln-Ost II etwa 650 Wohnungen, etwa genauso viele wie die TAG, ein weiterer Döbelner Großvermieter. Nach Stefan Viehrigs Worten ist der überwiegende Anteil von etwa 90 Prozent dieses Wohnungsbestandes im Inneren bereits saniert. Auf die äußerliche Instandsetzung, was auch die energetische Sanierung betrifft, wartet etwa ein Viertel des Bestandes

Dirk Wurzel

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