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Döbeln Tafel ab Juli unter neuer Flagge

Elvira Illgen bleibt das Gesicht der sozialen Einrichtung Döbeln Tafel ab Juli unter neuer Flagge

Das Netz-Werk Mittweida, das auch die Tafel in Mittweida betreibt, übernimmt ab dem 1. Juli die Döbelner Tafel und betreibt diese wichtige Institution nach dem Rückzug der Arbeiterwohlfahrt als neuer Träger weiter. Leiterin Elvira Illgen bleibt auch künftig das Gesicht der sozialen Einrichtung, Seit 17 Jahren ist sie ununterbrochen für die Tafel im Einsatz.

Etwa 500 Menschen pro Woche sind im Raum Döbeln auf das Angebot der Döbelner Tafel angewiesen.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Elvira Illgen blickt wieder optimistisch in die Zukunft. Die Zukunft der Döbelner Tafel ist gesichert. Das Netz-Werk Mittweida, das auch die Tafel in Mittweida betreibt, übernimmt ab dem 1. Juli die Döbelner Tafel und betreibt diese wichtige Institution nach dem Rückzug der Arbeiterwohlfahrt als neuer Träger weiter. Damit können auch durchschnittlich 750 Familien, welche die Tafel in Döbeln regelmäßig aufsuchen, auch künftig weiter mit kostengünstigen Lebensmitteln versorgt werden. „Es bleibt alles beim Alten. Die Tafel bleibt in der Region Döbeln auch ein wichtiger sozialer Ort. Das Angebot kann nahtlos weiterlaufen, so dass in der Versorgung keine Lücken entstehen“, sagt Elvira Illgen. Sie gibt der Tafel in Döbeln seit 17 Jahren ein Gesicht und sie lebte ihre Arbeit. So sehr, dass sie in all der Zeit, mangels Vertretungsregelung auf ihren Urlaub verzichtete, damit die soziale Einrichtung immer offen bleiben konnte. Der jetzige Trägerwechsel gibt ihr erstmals die Chance, im Juni ein paar Wochen Urlaub am Stück nachzuholen und dann ab Juli frisch erholt unter dem neuen Träger durchzustarten. „Das Netzwerk schickt für meinen Urlaub eine Kollegin aus Mittweida als Vertretung“, kann Elvira Illgen ihr Glück, mal Urlaub machen zu können kaum fassen.

Das Netz-Werk Mittweida wird die Tafel am bisherigen Döbelner Standort an der Bahnhofstraße übernehmen und weiterbetreiben. Aber auch über die Zukunft, den Fuhrpark und die Ausstattung mit Kühlmöglichkeiten macht sich der neue Träger Gedanken. Dabei geht es auch um die Verbesserung von Bedingungen am Standort in der Döbelner Bahnhofstraße, die momentan grenzwertig sind. Die Außenstellen in Roßwein, Hartha und Waldheim bleiben erhalten. Montags in Roßwein, dienstags in Waldheim und donnerstags in Hartha gibt die Döbelner Tafel jeweils von 13 bis 14 Uhr ihre Waren an Bedürftige vor Ort aus. In Döbeln ist donnerstags von 9 bis 14.30 Uhr Ausgabe.

Neben Elvira Illgen, die die Döbelner Tafel managt, stehen ihr vier Mitarbeiter aus geförderten Maßnahmen „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ zur Seite und ein Mitarbeiter, der für eine Mehraufwandsentschädigung arbeitet. Die Arbeitskräftesituation bleibt damit auch weiter angespannt. Auch der aus zwei älteren Transportern bestehende Fuhrpark ist in die Jahre gekommen und reparaturintensiv. „Es geht erst mal weiter. Alles andere findet sich“, sagt die 61-jährige Leiterin der Döbelner Tafel.

Am 1. Dezember 2016 hatte der Vorstand des AWO-Kreisverbandes Mulde-Collm die Schließung der Döbelner Tafel und der Tafel in Grimma beschlossen. Als Grund wurden dafür personelle Probleme genannt. Weil sich die Rahmenbedingungen geändert hätten, sei es der Awo als Träger nicht mehr möglich, genügend Unterstützung durch Maßnahmeteilnehmer für die einzige hauptamtliche Mitarbeiterin der Döbelner Tafel zu stellen. Das war auch der Grund, warum Elvira Illgen jahrelang ohne Vertretung den Betrieb aufrecht halten musste.

Von Thomas Sparrer

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