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Döbeln Döbeln: Tönet durch die Flure froher Schall
Region Döbeln Döbeln: Tönet durch die Flure froher Schall
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21:10 18.12.2011
Döbeln

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"Fröhöliche Weihnacht überall, tönet durch die Lüfte froher Schall." So erklang es am Sonnabendvormittag auf der Inneren Station 2 im Klinikum Döbeln. Durch die Flure von sechs Stationen tönte der frohe Schall - getragen von 18 kräftigen Männerstimmen. "Sonst haben wir immer nur in der Dialyse gespielt, aber jetzt, wo das Krankenhaus so schön fertig ist, dachten wir, könnten wir auch mal hier singen", sagte Lutz Goepel in einer Pause zwischen zwei Stationen.

Ein elektrisches Klavier, ein Hocker, ein Notenständer - mehr brauchte es nicht für die Zschaitzer, um weihnachtliche Stimmung im Akkord zu erzeugen. Von Station zu Station trugen sie ihre Ausrüstung, stellten sich im Flur vor dem Schwesternzimmer auf und sangen je drei klassische Weihnachtslieder.

Großes Publikum hatten sie gleich zu Beginn auf der Chirurgie 1, als mehr als zehn Patienten ihre Zimmer verließen und sich spontan ein paar Stuhlreihen aus dem Aufenthaltsraum aufbauten. "Ich freue mich, das ist mal eine Abwechslung", frohlockte Christa Lange, die Leiterin des Theater-Fördervereins Döbeln. Die Kulturfreundin weiß gute Chormusik zu schätzen und lässt sich die Männerstimmen mit sichtlichem Genuss auf den Ohren zergehen.

Überhaupt hat man wohl selten so viele lächelnde Patienten an einem Adventswochenende im Krankenhaus erlebt, wie an diesem Vormittag. Für manche ist es sogar ein Abschiedskonzert aus der Klinik. "Ich gehe heut' heim und habe schon die Stimme geölt zum Mitsingen", scherzt Helga Franke gut gelaunt. Ihr und ihrer Zimmergenossin gefallen die Lieder der Zschaitzer so gut, dass sie nach den drei Stücken auf ihrer Station noch hinüber zur Inneren wandern, um sich die anderen Klassiker anzuhören.

"Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen", "Süßer die Glocken nie klingen" oder "Stille Nacht" bekommen die Patienten zu hören. Und nicht nur die sind begeistert. "Ich musste vorhin auch erstmal um die Ecke gehen", gibt Oberschwester Romi Konrad zu, als sie nach den lächelnden Gesichtern vieler Zuhörer gefragt wird. "Wir freuen uns, dass der Männerchor uns das Konzert angeboten hat, und ich denke, daraus sollten wir eine Tradition erwachsen lassen", meinte sie.

Lutz Goepel war davon nicht schwer zu überzeugen. "Das könnte sich als gute Tradition erweisen", sagt er noch im Gehen, schon wieder auf dem Weg zur nächsten Station. Für einen Sängerkollegen wurde die Lauferei durchs warme Krankenhaus in Anzug und Krawatte dann doch etwas zu viel. Auf der vierten Station brach er mit Kreislaufproblemen zusammen und wurde von den anwesenden Schwestern sofort versorgt. Nach kurzer Untersuchung konnte er aber mit den Kollegen nach Hause fahren, die noch auf der Orthopädie weitergesungen hatten.

Sebastian Fink

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