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Döbeln Döbeln: Umgehungsstraße für Freigabe vorbereitet
Region Döbeln Döbeln: Umgehungsstraße für Freigabe vorbereitet
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23:55 11.06.2013
Döbeln

(thl). Der infrastrukturelle Schaden durch das Hochwasser ist mit dem von 2002 nicht vergleichbar. Trotzdem gibt es Straßen, die wegen Unterspülungen und Oberflächendefekten nicht befahren werden können. Einen Schwerpunkt bildet die Bundesstraße 175 in Döbeln-Masten. Dort haben die Starkniederschläge der vergangenen Tage erneut dafür gesorgt, dass erhebliche Abrutschungen des Hanges, der beim Neubau der Trasse angelegt wurde, ein Befahren unmöglich machen.

Der Verkehr wird momentan wieder durch Döbeln-Keuern umgeleitet - der Stadtteil, für dessen Verkehrsberuhigung die Umgehungsstraße gebaut wurde. "Es ist klar, dass die Bewohner über die Situation nicht begeistert sind. Es ist eine erhebliche Beeinträchtigung, die dort zu verkraften ist", bestätigte der Döbelner CDU-Landtagsabgeordnete Sven Liebhauser.

Ronald Heinze wohnt in Keuern und erlebt die Situation jeden Tag mit. "Was das für die betroffenen Anwohner bedeutet, kann man nur verstehen, wenn man betroffen ist. Nach stundenlangen Aufräumaktionen in der Stadt hat man nun nicht einmal mehr zu Hause seine Ruhe und Entspannung. Der Pfusch am Bau der Umgehung wird wohl erst mit der Beseitigung des letzten verbliebenen Erdreichs am Hang beendet sein", befürchtet Heinze, den - wie seine Nachbarn - außerdem interessiert, wann die Umleitungen durch Keuern wieder aufgehoben werden können.

Darauf hat Liebhauser eine Antwort, der sich mit dem Staatssekretär des sächsischen Wirtschaftsministeriums und Mitarbeitern des Straßenbauamtes und des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) die Lage vor Ort anschaute. "Die verantwortlichen Abteilungen sind überein gekommen, eine kurzfristige Lösung zu schaffen, um den Verkehr zumindest einspurig wieder über die Umgehungsstraße führen zu können", so Liebhauser. Mit mobilen Betonsockeln an den Böschungskanten soll zunächst ein weiteres Abrutschen von Erdmassen auf die Fahrbahn verhindert werden. Nach der Trassen-Sicherung und wenn Geröll und Erde beseitigt sind, könne dann eine einspurige Freigabe erfolgen, teilte Liebhauser mit. In dem Zusammenhang werde auch daraufhin gearbeitet, die Trasse wieder zweispurig freigeben zu können. Liebhauser ergänzte, dass Wirtschaftsministerium und Lasuv darin überein gekommen sind, das Problem auch langfristig aus der Welt zu schaffen. Der Abgeordnete: "Es werden Grunduntersuchungen durchgeführt, die Lösungen aufzeigen sollen, wie der Hang dauerhaft vor Abrutschungen nach lang anhaltendem Regen gesichert werden soll."

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