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Döbeln Döbeln: Verkehrte Welt beim Parken
Region Döbeln Döbeln: Verkehrte Welt beim Parken
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21:05 14.11.2013
Thomas Sparrer ☎ 03431/719522 Fax: 03431/719519 Mail: th.sparrer@lvz.de www.doebelner-allgemeine.de

Vinnis Blick

85 Parkplätze am Busbahnhof sind wegen den Bauarbeiten am Flutgraben und am Schlossbergwehr für den Hochwasserschutz der Stadt in den nächsten zwölf Monaten gesperrt. Der Aufbau des Weihnachtsmarktes am Obermarkt wird weitere Stellflächen vor der Commerzbank kosten. "Ja die Parkplätze am Busbahnhof fehlen. Aber wir können ja nicht mal eben in der Innenstadt ein paar Häuser abreißen, um auf die Schnelle Ersatzparkplätze zu schaffen", sagt Döbelns Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller etwas sarkastisch. Es gibt in wenigen Gehminuten Entfernung reichlich kostenfreie Parkplätze am Steigerhausplatz und am Amtsgericht. Diese Entfernung nehmen die Kunden in jedem großen Einkaufszentrum in Kauf, wenn sie von den riesigen Großparkplätzen in die Ladenzeilen laufen müssen. Warum sollte das in unserer Innenstadt so problematisch sein", fragt sich der Ordnungsamtsleiter. Wem der Weg zu weit ist, dem stünden zudem im Innenstadtparkhaus reichlich freie Parkplätze zum überschaubaren Preis zur Verfügung.

Dennoch will die Stadt noch bis Ende November für mehr Bewegung auf den verbliebenen Innenstadtparkplätzen sorgen. Weil die Parkautomaten seit der Juni-Flut defekt sind, stehen auf vielen der eigentlich nur in der ersten Stunde kostenfreien Stellplätze jetzt Dauerparker. "Wir haben sieben neue Parkautomaten angeschafft, die laut Vertrag mit dem Lieferanten bis Ende November installiert werden. So soll es für das Weihnachtsgeschäft unserer Händler mit der dann wieder begrenzten Parkzeit an Obermarkt, Marktstraße, Niedermarkt, Zwingerstraße, Ritterstraße und auf dem großen Parkplatz an der Rosa-Luxemburg-Straße wieder mehr Umlauf bei den parkenden Autos geben", hofft Müller. Wegen der angespannten Parksituation wird zudem in diesem Jahr kein Weihnachtsbaumverkauf am Obermarkt zusätzliche Parkplätze beanspruchen.

Gänzlich unzufrieden mit dem Konzept fürs Parken in der Döbelner Innenstadt ist der Döbelner Stadtrat und Immobilienunternehmer Sven Weißflog. Er stellte den Antrag, die Parkplätze zu beiden Seiten der Ritterstraße allesamt zu Kurzzeitparkplätzen umzuwandeln, um auch hier im Sinne der Gewerbetreibenden an der Straße für mehr Bewegung auf den Parkflächen zu sorgen. Doch für die Stellplätze hat die Stadt auch Anwohnerparkgenehmigungen ausgegeben. Die Anwohner-Autos dürfen ganztags dort stehen. "Nicht jeder Hausbesitzer an der Ritterstraße hat die Möglichkeit, für seine Mieter eigene Parkplätze zu errichten. Deshalb haben diese Hausbesitzer auch eine stattliche Summe als Stellplatzablösegebühren an die Stadt bezahlt. Daher können wir nicht einfach die Anwohnerparkplätze abschaffen und alle Stellplätze als Kurzzeitparkplätze ausweisen", argumentiert Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller. Als Kompromiss sollen jetzt gegenüber dem Spielwarengeschäft Fassbinder zumindest ein paar mehr Stellflächen als Kurzzeitparkplätze ausgewiesen werden.

Für Sven Weißflog ist das unbefriedigend: "Natürlich müssen auch die Bewohner ihre Autos abstellen können. Aber gibt es da mit ein bisschen gutem Willen nicht bessere Lösungen? Etwa im Parkhaus. Oder ist die Anwohnerparkzeit nicht wenigstens auf die Zeit von 18 bis 8 Uhr zu begrenzen. Wenn im Winter Schnee liegt, dann stehen hier vor den Geschäften Autos manchmal zwei Wochen lang unbewegt unter einer Schneehaube. Das ist für die Geschäfte ärgerlich." Und Weißflog geht noch weiter. Er würde auch den Parkplatz hinter dem Rathaus bis auf wenige Ausnahmen tagsüber ausschließlich zum Kurzzeitparken für alle Besucher der Innenstadt freigegeben. "Mitarbeiter, ob vom Rathaus oder anderen Behörden und Einrichtungen im Stadtzentrum müssen doch nicht während ihrer gesamten acht Stunden Arbeitszeit unmittelbar vor ihrem Arbeitsplatz parken können, während die Kunden und Gäste auf den Steigerhausplatz verwiesen werden. Das ist doch verkehrte Welt", so Weißflog.

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