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Döbeln Döbeln: Vorfahrt für die Innenstadt
Region Döbeln Döbeln: Vorfahrt für die Innenstadt
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23:00 12.10.2012

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Das Konzept ist zusammen mit einer Änderung des Baugesetzbuches von 2009 eine Waffe für die Stadtverwaltung, damit ihr die Stadtplanung im Bereich Einzelhandel nicht aus den Händen genommen werden kann. "Mit dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept können sie als Stadträte regeln, wo Einzelhandel sein darf und wo nicht. Sie regeln aber nicht den Wettbewerb. Sie regeln mit dem Konzept nur, wo der Wettbewerb stattfinden kann", stellte Kollatz klar.

Regelrecht begeistert ist der Handelsfachmann, von der Ausgangssituation in Döbeln: "Wir haben in Döbeln und dem Umland durch ein Meinungsforschungsinstitut 304 Bürger per Zufall befragt. Das Ergebnis ist beeindruckend." Es gibt eine deutliche Präferenz bei den Bürgern in Döbeln und im Umland für einen Einkauf in der Döbelner Innenstadt. Die Mehrheit der Kaufland-Kunden verbindet zudem den Einkauf dort mit einem Innenstadtbummel. Kaufland sei damit zur Stütze für das Stadtzentrum geworden. Nicht zuletzt bekommt Döbeln als Einkaufsstadt gute Noten. Mehr als die Hälfte der Befragten würde Döbeln weiter empfehlen.

Zum Einzugsgebiet der Stadt Döbeln zählen neben den aktuell 21 085 Einwohnern der Stadt, weitere 20 000 Einwohner aus dem Umland. Insgesamt gehören zum Einzugsgebiet der Stadt etwa 72 000 Menschen. Bei um die 80 Prozent vom deutschen Durchschnitt liegt die Kaufkraft hierzulande. Die Bevölkerungszahl im Stadtgebiet Döbeln sinkt zwar mit einem Prozent im Jahr deutlich langsamer, als etwa im gesamten Landkreis Mittelsachsen, dennoch errechnen die Experten daraus bis 2025 einen Nachfragerückgang. Aktuell liegt der Einzelhandelsumsatz in Döbeln bei jährlich 110 Millionen Euro. Diese Zahl wird mit der Bevölkerungsentwicklung bis 2025 auf etwa 100 Millionen Euro sinken. 24 Prozent der Gesamtverkaufsfläche in Döbeln liegen in der Innenstadt. Auf diesen Flächen erwirtschaften über 200 Anbieter im Stadtzentrum von Döbeln knapp ein Drittel des gesamten Einzelhandelsumsatzes der Stadt. Die Innenstadt bekommt zudem mehr als ein Drittel zusätzlichen Kaufkraftzufluss von außerhalb.

Vor diesem Hintergrund soll das Einzelhandels- und Zentrenkonzept die Döbelner Innenstadt als zentralen Versorgungsbereich festschreiben. Das heißt, in der Innenstadt darf nahezu alles angesiedelt werden. Sie wird Investitionsvorranggebiet in Sachen Einzelhandel. Eine Döbelner Sortimentsliste soll unterstützend auf Vielfalt, Angebot und unternehmerische Chancen wirken. Außerhalb der Innenstadt wird anhand des Konzeptes künftig jedes Vorhaben abgeklopft, ob es zentrumsschädlich ist.

Das Gewerbegebiet-Ost gilt als Ergänzungsstandort mit Wechselwirkungen zur Innenstadt. In den Wohngebieten sind Nahversorgungseinrichtungen zur wohnortnahen Grundversorgung, etwa durch Lebensmitteldiscounter mit Bäcker, Fleischer und Getränkemarkt Bestandteile des Konzeptes. Diese Nahversorger sind an der Dresdner Straße (Ost), an der Grimmaischen Straße, der Schlachthofstraße sowie an der Mastener Straße vorhanden. Potenziale sehen die Handelsberater bei der Nahversorgung noch für Döbeln-Nord und West (Sternplatz). Auch sieht des Konzept so genannte Nachbarschaftsläden (bis 100 Quadratmeter) für Waren des täglichen Bedarfs und Dienstleistungen in den Wohngebieten vor.

Bis zum Frühjahr 2013 soll das Einzels- und Zentrenkonzept beschlossen und damit Gesetz werden.

Th. Sparrer

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