Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Döbeln Winterdienstflotte rollt
Region Döbeln Döbeln Winterdienstflotte rollt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:40 04.12.2012
Zwei riesige Bigpacks mit Tausalz fasst dieses Streufahrzeug im Bauhof. Das Salz wird als Lauge auf die Straßen gesprüht, um sie befahrbar und eisfrei zu halten. Quelle: T. Sparrer

Die Mitarbeiter hatten die ersten Wintereinsätze seit vergangener Woche bisher ganz gut im Griff. "Wir hatten alle Fahrzeuge rechtzeitig umgerüstet und mit Schiebeschild und Streuertechnik ausgerüstet. In zwei Schichten fahren die Mitarbeiter bei den aktuellen Wetterverhältnissen im Winterdienst. Wenn es ganz dick kommt, rollt die Flotte auch länger und macht der Winter eine Pause, dann wird nur noch in der Tagschicht gefahren", so der Bauhofchef. Die im Winterdienst anfallenden Überstunden müssen die Bauhofmitarbeiter im Laufe des Jahres abbauen. Dafür wird im günstigsten Falle die schneelose Zeit vor Beginn des Frühjahrs genutzt. Denn danach haben die Bauhofmitarbeiter mit Baumschnitt, Straßenreparaturen, Instandsetzung von Rad- und Wanderwegen sowie mit Grasmahd und Grünflächenpflege übers Jahr gut zu tun.

Vier Multicar, ein Mercedes-Lkw und drei Traktoren mit Schiebeschild und Streuer für die Gehwege bilden die Döbelner Winterdienstflotte. Dazu stehen noch zwei Handschneefräsen für ganz harte Tage bereit. Alles in allem sind 20 Leute für den Winterdienst auf den städtischen Straßen und Wegen in einem Sieben-Tage-Schichtplan, einschließlich Sonn- und Feiertage, eingetaktet. Kommt ein ganz straffer Winter gibt es noch zusätzliche Verträge mit Baufirmen und Fuhrunternehmen, die dann auf Abruf beim Winterdienst mitfahren. Insgesamt 107 Kilometer Straßen, Wege und Plätze betreut das Baubetriebsamt der Stadt Döbeln. Darunter sind auch die städtischen Rad- und Wanderwege. Vom Winterdienst beräumt werden etwa 80 Kilometer Straßen und Wege.

Ein durchschnittlicher Winter verursacht in Döbeln im Jahr etwa 35 000 Euro Kosten für den städtischen Winterdienst. 300 bis 320 Tonnen Streusalz plus noch einmal 80 Tonnen für das eingemeindete Ebersbach werden dann als Lauge auf den Straßen versprüht. Der harte und schneereiche Winter 2010/11 hatte in Döbeln durch die zusätzlichen Fremdleistungen beim Schneeräumen und den Mehrbedarf an Streusalz satte 55 000 Euro gekostet - also 20 000 Euro mehr als sonst. Deshalb hatte die Stadt im vergangenen Jahr bei einigen ländlichen Straßen den Einsatz von Splitt statt Salzlauge in Erwägung gezogen. Allerdings muss Streusplitt im Frühjahr wieder aufgekehrt und das Kehrgut als Sonderabfall entsorgt werden. Das frisst mit großer Wahrscheinlichkeit die Einsparungen gegenüber dem Salz schnell wieder auf. Beim Streusalzeinkauf hatte sich die Stadt Döbeln übrigens auch schon mit der Stadt Hartha zusammengetan, um gemeinsam auf eine größere Einkaufsmenge und damit einen noch günstigeren Preis zu kommen. Gefüllt wurden die Streusalzlager damit zum Sommerpreis.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mittelsachsen/Region Döbeln.Bruchbuden, Ruinen, Schandflecke: Wenn beinah ganze Straßenzüge in der Vorweihnachtszeit festlich geschmückt und herausgeputzt strahlen, fallen leere Fensterhöhlen und rieselnder Putz an sanierungsbedürftigen Häusern besonders auf.

04.12.2012

Im Schaft des Döbelner Riesenstiefels ist Platz für Geschichte(n). Eine wird heute am Landgericht Chemnitz erzählt. Dort beginnt ein Prozess, in dem Wolfgang Müller, Erbauer des zweiten Döbelner Stiefels, dem Kläger Heinz Richter aus Roßwein gegenübersitzt.

03.12.2012

Für gut 15 500 Euro kauft die Zschaitzer Sand- und Kiesgruben GmbH der Gemeinde Ostrau ein rund 1,6 Hektar großes Stück Land ab. Darauf soll eine neue Zufahrt für die nahe gelegene Kiesgrube in Kiebitz entstehen.

03.12.2012
Anzeige