Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Döbeln: Zauni muss wegen neuer Brücke umziehen
Region Döbeln Döbeln: Zauni muss wegen neuer Brücke umziehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:32 11.10.2012
Zauni, die Zauneidechse und 13 ihrer Artgenossen müssen vor dem Brückenbau an der Schillerstraße gerettet und umgesiedelt werden. Quelle: Archiv

Zauni, die Zauneidechse, und 13 ihrer Artgenossen bekommen noch vor dem im Jahr 2014 geplanten Brückenbau an den nahen Muldenwiesen ein neues Zuhause gebaut: Aus Totholz und Sandhäufelchen, wo sich Zauni und seine Freunde eingraben oder auch Besuch von der Hufeisennase aus Dresden empfangen können.

Was im Stadtrat gestern für Schmunzeln sorgte, war für Andreas Mickel vom Dresdener Ingenieurbüro VIC Verkehrsanlagen ganz ernsthafte Arbeit, um auszuschließen, dass im Planfeststellungsverfahren für die Brücke noch aus irgendwelchen Richtungen Hürden aufgebaut werden. "Zu den Bauplänen, den Verkehrsuntersuchungen, Kosten- und Lageplänen gehört auch die Landschaftspflegerische Begleitplanung im Rahmen der Umweltuntersuchungen zum Brückenprojekt. Darin enthalten ist ein Artenschutzfachbeitrag", so der Bauingenieur. Für ein faunistisches Gutachten zählte ein Fachmann die Tierarten im Baugebiet. Biber, Fischotter oder Fledermäuse spielen keine Rolle. Bei Brutvögeln zählte der Naturschutzexperte nur überall vorkommende Vogelarten. Doch 14 Zauneidechsen leben in dem Gebiet. Und für die wird in den Planungen ein wenig flussaufwärts ein neues Reservat geschaffen.

Aber auch der Mensch, speziell die Anwohner der neuen Brücke und der neuen Verkehrlösung, spielen in den Planungsunterlagen eine entscheidende Rolle. In allem wollen Planer und Stadtväter auf Nummer sicher gehen, wenn sie jetzt das aufwendige, etwa ein Jahr dauernde Planfeststellungsverfahren anschieben. So wird es auf der Brücke und an der Schillerstraße eine 180 Meter lange, transparente und 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand in Richtung Uferstraße geben. Das ist mehr als die Hälfte des rund 350 Meter langen Baufeldes (250 Meter Schillerstraße, inklusive 93 Meter Brückenlänge und 90 Meter Sörmitzer Straße). Da wo eine Lärmschutzwand nichts nützt, ist passiver Lärmschutz in Form von Lärmschutzfenstern vorgesehen. An der Sörmitzer Straße wird die neue Kreuzung mit der Brücke 1,50 höher als die jetzige Straße liegen. In dem Bereich müssen auch viele Versorgungsleitungen umverlegt werden. Während der Bauzeit wird die Sörmitzer Straße über Teile des Firmengeländes von Typofol und der Albert Polenz KG führen. Dazu gibt es bereits grundsätzliche Einigungen mit beiden Firmen.

Th. Sparrer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Ausbau der B 175 zwischen Döbeln und Choren steht nach wie vor in den Sternen. Damit bleibt unklar, wann die Gewerbegebiete in Döbeln-Ost eine vernünftige Anbindung an die Bundesstraße erhalten und vor allem wann die gefährliche Gakedelle von der Bildfläche verschwinden wird.

11.10.2012

An der Muldenstraße haben in dieser Woche die Bauarbeiten für das größte innerstädtische Verkehrsprojekt in Döbeln begonnen. Auf die Döbelner kommt damit einiges an Verkehrsbehinderungen zu.

11.10.2012

"Mögen die Waldheimer beim Betrachten des Bübchens ebenso viel Freude haben, wie ich bei der Arbeit an der Figur", sagte Irmgard Biernath bei der feierlichen Enthüllung der Figur am Brunnen am Schlossplatz.

11.10.2012
Anzeige