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Döbeln Döbeln: Zehn für zehn bei der Polizei
Region Döbeln Döbeln: Zehn für zehn bei der Polizei
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23:50 19.12.2012

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Bisher nicht in der Zeitung zu lesen: Blitztipps der Polizei für den Altkreis. Grund: Die bisher für die Region zuständige PD Westsachsen teilte dies einfach nicht mit. Das soll sich ändern. "Wir werden das aufnehmen und künftig auch für den Raum Döbeln mitteilen", sagt Frank Fischer, Pressesprecher der PD Chemnitz. Ob und wie lange die Polizei diesen Service anbietet, ist derzeit unklar. "Das gehört nicht zu Kernaufgaben der Polizei. Darum überlegen wir, wie lange wir die Blitztipps überhaupt noch geben", sagt Uwe Reißmann, Präsident der PD Chemnitz-Erzgebirge.

Nichts ändern wird sich dagegen an der Personalstärke der Polizei im Altlandkreis Döbeln. Nur neue Namen wird es geben. Polizeiposten heißen dann Standorte. Um diese kümmern sich Bürgerpolizisten. Deren Zahl will die PD Chemnitz in ihrem Bezirk mehr als verdoppeln. Bis 2020 sollen 98 statt bisher 42 Bürgerpolizisten Dienst tun. Wie viele der Revierbereich Döbeln davon abbekommt, konnte Uwe Reißmann noch nicht sagen. Wohl aber, dass diese besonderen Beamten dann nach den Bedürfnissen eingesetzt werden sollen. Sprich: Wenn es zum Beispiel in Hartha besonders viele Straftaten gibt, kommen dort auch mehr Bürgerpolizisten zum Einsatz. Uwe Reißmann setzt auf diese Beamten: "Sieversehen Streifendienst, ermitteln bei einfachen Delikten selbst und halten den Kontakt zur Kommune und zu den Bürgern." Bürgerpolizisten bekommen die Besoldung des gehobenen Dienstes und sind zumeist Polizeihauptmeister oder Polizeikommissare. Die Region Döbeln hat für den neuen Polizeipräsidenten "nichts Herausragendes, aber auch ihre Probleme, die Präsenz erfordern."

Nach den Worten ihres Präsidenten hat die PD Chemnitz mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren einen sehr hohen Altersdurchschnitt. Uwe Reißmann schätzt, dass der des Döbelner Reviers noch ein wenig höher liegt. Die Stellen der zehn künftigen Pensionäre will er auf jeden Fall wieder besetzten. Und zwar mit jungen Beamten, die vorzugsweise aus der Region kommen. Trotz Stellenabbaus brauche die gesamte sächsische Polizei auch neue, junge Beamte. Diese sollten nicht älter als 30 Jahre sein.

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-Kommentar

Zum Polizeirevier Döbeln gehören 78 Beamte, von denen acht als Bürgerpolizisten Dienst tun.

Für Döbeln, Großweitzschen, Ziegra-Knobelsdorf und Ebersbach sind drei Bürgerpolizisten zuständig.

Jeweils ein Beamter kümmert sich um die Standorte Hartha, Leisnig, Roßwein, Waldheim, Roßwein und Niederstris sowie Ostrau, Mochau und Zschaitz-Ottewig.

Im Revier an der Burgstraße sitzen der Revierführer und die Führungsgruppe, der Streifendienst und der Kriminaldienst.

Die Beamten der Polizeidirektion Chemnitz beschäftigen sich im Jahr mit über 50 000 Straftaten und nehmen etwa 30 000 Verkehrsunfälle auf.

Dirk Wurze

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