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Döbeln Döbeln feiert erste „Silent Party“ im Postkeller – eine Premiere für alle
Region Döbeln Döbeln feiert erste „Silent Party“ im Postkeller – eine Premiere für alle
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18:00 12.02.2017
Mit Kopfhörern auf den Ohren entscheiden die Gäste selbst, welchen DJ sie auflegen lassen. Die Wahl hatten sie zwischen zwei Kanälen. Quelle: René Helm
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Döbeln

Ein ganz anderes Gefühl von Party bekamen die Gäste der ersten Kopfhörerparty am vergangenen Sonnabend im Postkeller. Der Name verrät es, die Musik kommt aus dem Kopfhöhrer. Ansonsten ist eigentlich alles wie immer: DJs stehen am Pult, es wird getrunken und getanzt. Nur einen wesentlichen Unterschied gibt es – und der ist jedem sofort aufgefallen. „Man kann sich super unterhalten“, heißt es aus den Reihen der Gäste. Den Kopfhöhrer abgesetzt und um den Hals abgelegt, hört man nur die im Hintergrund laufende Musik. Plötzlich kein Anschreien mehr, was am nächsten Tag sonst gereizte Stimmen bedeuten würde. Niemand spuckt seinem Gesprächspartner versehentlich die Limettenstückchen in den Drink, weil man trotz Schreien so nah ran muss. Zweifellos, das ist ein Vorteil. Über die anderen Seiten ließ sich auch am Partyabend selber streiten.

Gäste haben Wahl zwischen zwei Kanälen

Veranstaltet hat die Kopfhörerparty, oder auch Silent Party, der Döbelner Treibhausverein. Die Idee kam von Mitarbeiter Ron Lienkämper, selber DJ – inklusive bester Kontakte zu eben jenen Musikmachern hinterm Mischpult. Sieben an der Zahl hat er angefragt, eingeladen und schließlich im frisch ausgebauten Döbelner Postkeller begrüßt. Einer davon ist Mike Schewloka, besser bekannt als DJ Chiefrokka. Der 31-jährige Döbelner ist zum ersten Mal bei so einer Kopfhörerparty dabei. „Auch für alle anderen ist es eine Premiere“, weiß Lienkämper. Schewloka mag den Gedanken, sich mit dem DJ, der parallel auflegt, zu battlen. Denn Kopfhörer auf den Ohren bedeutet für die Gäste auch, zwischen beiden Floors per Schalter hin und her zu switchen – ganz gleich, auf welchem Floor man gerade ist. Für welchen DJ sich der Gast entscheidet, zeigt ein leuchtendes Signal am Kopfhörer. „Wenn du siehst, dass die Leute auf deinem Floor eigentlich gerade zur Musik des anderen tanzen, musst du eben aufdrehen“, meint Mike Schewloka.

250 Kopfhörer gemietet

Nach und nach trudelten die Gäste am Sonnabend im Postkeller ein. Einer von 250 gemieteten Kopfhörer wurde geordert, mehr brauchte es nicht. Die Meinungen über die etwas andere Art des Party feierns gingen an diesem Abend auseinander. „Ich weiß noch nicht wirklich, was ich davon halten soll“, sagt Sarah. „Ich finde das super“, hält Caro dagegen. Nur eins fehlt unumstritten: Der Bass, der bis ins Herz geht. Der, der dir auch mal eine Gänsehaut beschert. Trotzdem: Neugierig waren sie alle. Ob es eine solche Kopfhörerparty noch einmal in Döbeln geben wird, lässt Ron Lienkämper vorerst offen. „Wer weiß“, sagt er.

Von Stephanie Helm

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