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Döbeln plant neue Blitzer an der B 169

Döbeln plant neue Blitzer an der B 169

Zunächst wurden nur zusätzliche Schilder aufgestellt: Die 70er Zone der B 169 im Bereich Neudorf/Mannsdorf ist dadurch länger als bisher. Doch schon bald könnte es an dieser Stelle auch blitzen.

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Die B 169 bei Neudorf/Mannsdorf: Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Kilometern pro Stunde gilt jetzt für einen längeren Abschnitt der Bundesstraße.

Döbeln. "Wir haben uns die Unfallstatistik der letzten fünf Jahre für den Kreuzungsbereich angeschaut. Was die Anzahl der Unfälle angeht, ist er kein Schwerpunkt. Aber wenn es gekracht hat, dann immer sehr heftig." So begründet es Ordnungsamtschef Jürgen Müller, weshalb die Stadt Döbeln jetzt besonderes Augenmerk auf diesen Abschnitt der Bundesstraße 169 legt. Eigentlich sollten die Blitzer schon stehen und fleißig Fotos von zu schnellen Kraftfahrern machen. Doch wegen einer Gasleitung, unter der die notwendigen Stromkabel nicht verlegt werden dürfen, musste noch einmal umgeplant werden. "Möglichst noch in diesem Jahr soll die Verkehrsüberwachung starten", nennt Müller das Ziel. Bei den Blitzern, die sowohl aus Richtung Hainichen als auch aus Richtung Döbeln aufgebaut werden, handelt es sich übrigens nicht um die typischen Starenkästen, sondern um unscheinbarere Säulen, wie vom Ortseingang Katzenberg (zwischen Wendischbora und Meißen) bekannt. Die Anlagen sollen - so die Vorstellungen - von einer Firma installiert und betrieben werden. Die Stadt, die als Verkehrsbehörde zuständig ist, blitzen und Bußgelder kassieren darf, würde mit dieser Firma einen Leasingvertrag für die Nutzung der Technik abschließen. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) muss vor Errichtung der Blitzer aber noch seinen Segen geben, da es der Baulastträger für die Bundesstraße ist. "Die überarbeiteten Planunterlagen liegen vor, wir werden sie jetzt zur Genehmigung einreichen", sagt Müller.

In dem genannten Bereich gibt es viele Einmündungen - die nach Neudorf, Ebersbach, zur Geyersbergstraße und nach Manndorf. Für letztere existiert keine Linksabbiegerspur. Außerdem befindet sich eine Schulbushaltestelle an der Straße. Schüler aus Mannsdorf müssen die Straße überqueren, um sie zu erreichen. Das hat die Stadt dazu bewogen, die für den Kreuzungsbereich vorhandene Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Stundenkilometern auf einen größeren Abschnitt auszudehnen. Das Vorhaben ist bereits umgesetzt. Seit einigen Tagen gilt die 70 bis nach dem Abzweig Mannsdorf (aus Richtung Hainichen) beziehungsweise schon vor dem Abzweig Mannsdorf (aus Richtung Döbeln). "Eigentlich wollten wir aus den genannten Gründen die Geschwindigkeit sogar auf 50 Kilometer pro Stunde absenken. Doch da hat das Landesamt für Verkehr nicht mitgemacht", erklärt der Ordnungsamtsleiter der Stadt. Das jetzt so viele Schilder stehen - insgesamt sind es sechs in dem Abschnitt - begründet Jürgen Müller mit den verschiedenen Abzweigen. Nach jeder Straßeneinmündung auf die Bundesstraße muss im gewünschten Bereich ein neues Schild gestellt werden, damit alle Kraftfahrer die Einschränkung mitbekommen.

Olaf Büchel

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