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Döbeln Döbeln wächst: Von der Mulde bis zur Zschopau
Region Döbeln Döbeln wächst: Von der Mulde bis zur Zschopau
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19:33 20.09.2012
Aus der Vogelperspektive: Limmritz ist einer von insgesamt acht neuen Ortsteilen. Die Stadt Döbeln dehnt sich damit ab 2013 bis ans Ufer der Zschopau aus. Quelle: Wolfgang Sens (Archiv)

Der Eingemeindung der Ziegra-Knobelsdorfer Ortsteile Ziegra, Limmritz, Wöllsdorf, Pischwitz, Schweta, Töpeln, Stockhausen und Forchheim steht seit gestern Abend so gut wie nichts mehr im Wege. Einstimmig hat der Döbelner Stadtrat auf einer Sondersitzung zwei Vereinbarungen beschlossen. In der einen regeln Döbeln, Ziegra-Knobelsdorf und Waldheim die Aufteilung der Gemeinde Ziegra-Knobelsdorf. Wer bekommt welche Ortsteile, welche Flurstücke? Wie werden die Schulden, das Vermögen, die Technik, die Feuerwehren und ihre Ausrüstung aufgeteilt? Wer übernimmt welches Personal und welche Einrichtungen? Wie sehen die künftigen Schulbezirke aus? All das wird bis ins Detail geklärt. In diesem Jahr wurden alle Schulanfänger der Gemeinde noch im Grundschulbezirk Waldheim eingeschult. Ab dem nächsten Schuljahr 2013/14 zählen die neuen Döbelner Ortsteile zum Einzugsgebiet der Döbelner Grundschulen. Hierzu hatte es in den neuen Ortsteilen Fragen gegeben. Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) betonte aber gestern, dass man auf die Elternwünsche eingehen werde, wenn etwa Geschwisterkinder schon in Waldheim zur Schule gehen.

Die zweite beschlossene Vereinbarung ist der Ehevertrag zwischen der Stadt Döbeln und den acht neuen Ortsteilen. Er gleicht der im Vorjahr mit Ebersbach geschlossenen Vereinbarung. Im Kern behalten alle acht neuen Ortsteile ihren Namen und ihre Identität. Die vom Land ausgelobte Hochzeitsprämie von 100 000 Euro wird die Stadt Döbeln komplett in den neuen Ortsteilen investieren.

Die Vereinbarungen liegen ab Montag im Rathaus öffentlich aus. Die Bürger können sie einsehen und Anregungen geben, über die dann nochmals beraten wird.

Ziegra, Limmritz, Wöllsdorf, Pischwitz, Schweta, Töpeln, Stockhausen und Forchheim werden ab 1. Januar Ortsteile der Großen Kreisstadt Döbeln. 1033 Einwohner werden damit auch Döbelner.

Nach Waldheim gehen die Orte Meinsberg, Neuhausen, Gebersbach, Rudelsdorf, Heyda und Knobelsdorf mit 1110 Einwohnern.

Die Stadt Döbeln übernimmt die Verwaltungsmitarbeiter (drei Leute auf knapp zwei Vollzeitstellen), alle acht Erzieherinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätte Ziegra sowie zwei Bauhofmitarbeiter.

Die in den neuen Ortsteilen wohnenden Gemeinderäte werden Ortschaftsräte. Zwei von ihnen vertreten bis zur nächsten Wahl die acht neuen Orte im Döbelner Stadtrat. Die bisherige Gemeindeverwaltung bleibt als Anlaufstelle erhalten.

Bürgermeisterin Helga Busch wird als Ortschaftsratsvorsitzende übernommen. Alle gemeindeeigenen Einrichtungen bleiben erhalten. Der Bauhof wird Stützpunkt des Baubetriebsamtes.

Investiert werden soll die Hochzeitsprämie unter anderem in die Straßen zwischen Stockhausen und Masten, sowie Limmritz und Stockhausen, in vorhandene Spielplätze und die Funktechnik der Feuerwehr. Das neue Feuerwehrgerätehaus Limmritz wird fertiggestellt. Die Feuerwehren Limmritz, Töpeln und Stockhausen werden Ortswehren der Döbelner Feuerwehr.

Vereine der Gemeinde fallen künftig unter die Döbelner Vereinsförderung. Mit dem Limmritzer Faschingsclub gibt es im Stadtgebiet dann beispielsweise auch wieder einen Faschingsverein.

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