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Döbeln Döbeln wächst: teilweise Eingemeindung vom Ziegra-Knobelsdorfs steht bevor
Region Döbeln Döbeln wächst: teilweise Eingemeindung vom Ziegra-Knobelsdorfs steht bevor
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19:46 27.08.2012

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Etwa 1040 Bewohner bringen die Orte Ziegra, Limmritz, Wöllsdorf, Töpeln, Schweta, Pischwitz, Stockhau- sen und Forchheim auf die Waagschale. Das nach dem vorjährigen Schlucken von Ebersbach bereits eingemeindungserprobte Döbeln ist scharf auf diesen Zuwachs und arbeitet kontinuierlich daraufhin. "Unser Ziel ist, das Ganze bis Ende Oktober über die Bühne zu bringen. Wir liegen im Zeitplan, die Zusammenarbeit mit Ziegra-Knobelsdorf und Bürgermeisterin Helga Busch funktioniert gut", sagt Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer.

Nach dem die Rechtsaufsicht des Landratsamtes Mittelsachsen den Vertragsentwurf für die Eingemeindung geprüft und mit kleineren Änderungen zurückgesandt hat, ist nun folgende Tippeltappel-Tour erforderlich: alle Gremien stimmen dem geänderten Vertragsentwurf zu, dieser wird vier Wochen öffentlich ausgelegt, dann erfolgt die Abwägung eventueller Einsprüche, anschließend die Beschlussfassung durch die Stadt- beziehungsweise Gemeinderäte. Erst danach genehmigt der Freistaat die Eingemeindung und rückt die Hochzeitsprämie heraus. Da Waldheim den anderen Teil von Ziegra-Knobelsdorf einheimsen will, sitzt die Zschopaustadt bei allem mit im Boot.

Was die Kooperation mit Döbeln betrifft, ist auch die ehrenamtliche Gemeindechefin Helga Busch zufrieden: "Man merkt, dass Döbeln auf diesem Gebiet bereits Erfahrung hat. Es wird versucht, alles im Vorfeld abzuklären. Wir haben nächsten Donnerstag die Beschlussfassung zur Auslegung des Vertagsentwurfes auf der Tagesordnung."

Entsprechend dem Einwohnerschlüssel wird für die genannten acht Ortsteile eine Eingemeindungsprämie von rund 100 000 Euro fließen. Wofür das Geld verwendet werden soll, stehe laut Busch noch nicht fest. "Darüber muss dann im Detail der Ortschaftsrat befinden. Das Geld steht aber nicht nur für bauliche Investitionen, sondern auch für kulturelle Zwecke zur Verfügung. Auf jeden Fall soll es sinnvoll für die Bürger ausgegeben werden", sagt die Bürgermeisterin.

Von der Stadt Döbeln übernommen wird das sanierte Verwaltungsgebäude in Ziegra. "Das wird eine Außenstelle der Stadtverwaltung, die je nach Bedarf und in Abstimmung mit dem Ortschaftsrat geöffnet sein wird", erklärt Egerer. Helga Busch fügt hinzu: "Es wäre schön, wenn diese Anlaufstelle den Einwohnern lange erhalten bliebe." Weiterhin übernimmt Döbeln den Kindergarten Ziegra, die Sekretärin des Gemeindeamtes, zwei Bauhofmitarbeiter und die Ortsfeuerwehren von Stockhausen, Limmritz und Töpeln.

Helga Busch selbst wird zunächst Vorsitzende von beiden zu bildenden Ortschaftsräten sein, wie sie gestern erstmals öffentlich einräumte. Ob das so bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode bleiben wird, ließ sie allerdings offen. Verständlich: Da in Ziegra-Knobelsdorf erst im vergangenen Jahr gewählt wurde, wäre dieses Ende erst 2018 erreicht. Olaf Büchel

Hans-Joachim Egerer: Unser Ziel ist, das Ganze bis Ende Oktober über die Bühne zu bringen. Die Zusammenarbeit mit Ziegra-Knobelsdorf und Helga Busch funktioniert gut.

Helga Busch: Man merkt, dass Döbeln auf diesem Gebiet Erfahrung hat... Es wäre schön, wenn das Gemeindeamt den Bürgern noch lange als Anlaufstelle erhalten bliebe.

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