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Döbeln Döbeln wird an Sächsischen Lutrherweg angegliedert: Der Weg ist das Ziel
Region Döbeln Döbeln wird an Sächsischen Lutrherweg angegliedert: Der Weg ist das Ziel
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23:00 22.10.2012
Region Döbeln

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Der Lutherweg schlängelt sich in weitem Bogen durch die Region. Von Colditz kommend, nimmt er nicht die kurze Direktverbindung nach Rochlitz sondern macht den Umweg über Mügeln, Leisnig, Döbeln und Waldheim. "Wir erhoffen uns davon eine Belebung der Tourismuswirtschaft vor Ort", sagt der Leisniger Bürgermeister Tobias Goth (CDU). Er verspricht sich eine bessere Auslastung der Gaststätten und mehr Übernachtungszahlen. Die Stadt will mit dem Kulturbund eine Dauerstellung im Stadtgut an der Kirchstraße einrichten und diese im September kommenden Jahres eröffnen (die DAZ berichtete). Dank fließender Fördermittel kann dieses lang gehegte Vorhaben Gestalt annehmen.

Leisnig ist "nur" eine Wegmarke. Die Informations-Infrastruktur braucht über 3000 Pfeilwegweiser und 42 Hinweistafeln - diesen Bedarf haben die Tourismusmanager vom Tourismusverband Sächsisches Burgen- und Heideland für den Teil des Martin-Luther-Weges ermittelt, der durch den Freistaat führt. Die Aufstellung der Schilder ist aus finanzieller Sicht noch ein offener Posten. Das kostet rund 100 000 Euro. "Wir haben dafür einen Fördermittelantrag in Dresden gestellt", sagt Verbandschefin Dr. Katharina Sparrer. Nach ihren Worten ist der 680 000 Euro teure Löwenanteil des insgesamt 800 000 Euro schweren Budget gesichert. In der Gestaltung der Schilder und Tafeln erfindet der Tourismusverband das Rad nicht neu, sondern setzt auf Bewährtes. "Wir nehmen die Logos des bereits bestehenden Lutherweges in Thüringen. Dann kommen die Wanderer nicht durcheinander,

wenn sie die Freistaatsgrenze überschreiten", sagt Tourismusmanagerin Manuela Kolske.

Wanderer - nicht Pilger: Der Lutherweg ist kein Pilgerpfad. Darauf legt Oberkirchenrat Christoph Seele den allergrößten Wert. "Ein Pilgerpfad hat ein Ziel. Der Lutherweg ist ein spiritueller Wanderweg, bei dem der Weg das Ziel ist", sagt der Projekt-Beauftragte der Landeskirche Sachsen. Für ihn hat vor allem die Stadt Leisnig eine große Bedeutung im Leben des Reformators. Luther weilte 1522/23 in der Stadt auf dem Berge und wirkte entscheidend an der Leisniger Kastenordnung mit. "Diese hat eine soziale Ausstrahlung bis heute. Die Reformation ist nicht nur ein historisches Ereignis sondern aktuelles Geschehen", sagt Oberkirchenrat Seele.

Bis jetzt gibt es den Lutherweg auf dem Papier: Als Broschüre und als Karte. Sogar einen extra Plan für Motorradfahrer hat der Tourismusverband herausgegeben. Künftig, so dessen Chefin Dr. Sparrer, werde man das Marketing auch auf soziale Netzwerke im Internet ausdehnen.

-Kommentar

Dirk Wurzel

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