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Döbelner Abiturienten rappen und feiern

Hürdenlauf statt Wasserschlacht: Döbelner Abiturienten rappen und feiern

75 Schüler des Abiturjahrganges 2017 feierten ihren letzten Schultag, wie immer laut, schrill und bunt. Dieses Jahr gab es ein paar Neuerungen. Neben der obligatorischen Abi-Band gab es Songs von Rapper Alexander Sitarzik aus dem Deutschkurs. Der Schulhof kochte. Abkühlung gab es dagegen diesmal keine. Die Wasserschlachten wurden abgeschafft.

„kABItalismus – 12 Jahre Klassenkampf“ haben sich die Zwölfer als Motto auf die T-Shirts gedruckt. Am Donnerstag feierten sie letzten Schultag.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Monopoly wurde am Donnerstagvormittag auf dem Schulhof des Lessing-Gymnasiums gespielt und dabei mächtig auf die Pauke gehauen. 75 Schüler des Abiturjahrganges 2017 feierten ihren letzten Schultag, wie immer laut, schrill und bunt. Dieses Jahr gab es allerdings auch ein paar Neuerungen. Neben der obligatorischen Abi-Band, in der sich musische Talente des Jahrgangs auf der Bühne auf dem Schulhof zusammenfinden, gab es dieses Mal auch eigens komponierte und getextete Rap-Songs. Rapper Alexander Sitarzik aus dem Deutschkurs konnte sein Talent mal richtig unter Beweis stellen. Der Schulhof kochte.

Abkühlung gab es dagegen diesmal keine. In der Vergangenheit gehörte es zum letzten Schultag dazu, dass die Zwölfer morgens die jüngeren Schüler mit Wasserpistolen vor der Schule empfingen. Mancher Schüler wurde dabei so eingeseift, dass er den halben Tag pitschnass im Unterricht saß. „Unsere Abiturienten hatten in diesem Jahr die Idee, einiges anders zu machen und auf die Wasserspritzerei zu verzichten. Das haben wird dankbar aufgegriffen, weil die flüchtenden jüngeren Schüler im morgendlichen Verkehr sicher auch Gefahren ausgesetzt waren“, sagt Schulleiter Michael Höhme. Statt der Wasserspritzerei bildeten sich vor Schulbeginn Schlangen am Haupteingang. Dorthin leiteten die Zwölfer alle um und schickten Mitschüler und Lehrer über einen Hindernisparcours ins Schulhaus. „Das war ganz originell“, fand der Schulleiter. Gebrochen wurde allerdings nicht mit der Tradition, die Tutoren der einzelnen Leistungskurse durch die Schüler abzuholen und mit ihnen auf dem Schulhof lustige Spielchen zu spielen. Im Framo-Oldtimer, im Traktor, im Pickup oder einer schwarzen Limousine reisten die Kursleiter an. Dann mussten sich Eva Schreiber (Deutsch), Angela Wiesner (Englisch), Katrin Berge (Geschichte), Isabell Klostermann (Mathe) und Arne Theiß (Physik) in Rutschautos auf das Monopolyfeld auf dem Schulhof begeben und gegen ausgewählte Schüler antreten. Es gab Tanzeinlagen, Origami mit Alufolie und dazwischen Gesangseinlagen der Abiband.

Die Abiturienten haben laut Schulleiter Michael Höhme auch allen Grund zum Feiern. Bisher ist er recht zufrieden mit den Abiturprüfungen, auch wenn die Ergebnisse noch nicht ganz feststehen. Denn am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag nächster Woche finden die letzten zusätzlichen mündlichen Prüfungen statt. Der eine oder andere tritt dabei an, um seinen Notendurchschnitt noch um ein Pünktchen zu verbessern. Für einzelne geht es aber noch um alles.

Die breite Masse der Abiturienten des Jahrgangs 2017 hat ein gutes Abitur geschafft. Alles weitere steht erst am nächsten Sonnabend fest, wenn feierlich die Abiturzeugnisse ausgegeben werden und am Abend der große Abiball gefeiert wird. Danach fahren die Zwölfer auf Abifahrt an die polnische Ostsee. Für alle anderen Schüler steht noch eine normale Unterrichtswoche bevor. Die letzte Woche vor den Sommerferien ist dann dem fächerübergreifenden thematischen Unterricht vorbehalten.

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Von Thomas Sparrer

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