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Döbelner Ärzte blicken voll digital in Magen und Darm

Klinikum Döbeln rüstet Diagnostik weiter auf Döbelner Ärzte blicken voll digital in Magen und Darm

Runde 850 000 Euro investierte das Klinikum Döbeln in seine neue Endoskopie-Abteilung. Am Mittwochnachmittag stellten Chefarzt Dr. Roland Pfützer, Oberärztin Dr. Kerstin Eichhorn und Verwaltungsleiter Martin Preißer die neuen Räume und vor allem die neue Technik den niedergelassenen Ärzten der Region vor.

Dr. Kerstin Eichhorn, leitende Oberärztin der Endoskopie und Gastroenterologie, am Klinikum Döbeln kann in der neuen Endoskopieabteilung jetzt hochauflösende Digitalbilder aus Bauchraum, Darm, Lunge oder Gallenwegen auswerten. 850 000 Euro investierte die Klinik in die Abteilung.
 

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln.  Runde 850 000 Euro investierte das Klinikum Döbeln in seine neue Endoskopie-Abteilung. Am Mittwochnachmittag stellten Chefarzt Dr. Roland Pfützer, Oberärztin Dr. Kerstin Eichhorn und Verwaltungsleiter Martin Preißer die neuen Räume und vor allem die neue Technik den niedergelassenen Ärzten der Region vor.

„Wir hatten eigentlich schon immer einen sehr hohen technischen Standard in unserer Endoskopie. Die Endoskopie ist seit Bestehen unserer Inneren Klinik ein integraler Bestandteil moderner Diagnostik und Therapie. Aber was heute modern ist, kann morgen schon veraltet sein und auch vor der Endoskopie haben die Anforderungen an Bildgebung, Datenverarbeitung, Patientensicherheit und Hygiene nicht halt gemacht“, sagt Dr. Roland Pfützer, Chefarzt der Inneren Klinik. Jetzt hat das Klinikum allerdings auf die neusten Geräte aufgerüstet und gleichzeitig die räumlichen Bedingungen deutlich erweitert. „Umgebaut und erweitert wurde die Abteilung unter laufendem Betrieb. Das ist auch der Grund, warum wir im vergangenen Jahr im Gegensatz zu den Vorjahren keine Steigerung bei den Untersuchungszahlen verzeichnet haben. Das wäre einfach bei dem laufenden Umbau nicht drin gewesen,“, so Pfützer weiter. Drei Behandlungsräume sind jetzt mit den Endoskopiegeräten der neuesten Generation ausgestattet worden. Die durch sie ersetzten Endoskopiegeräte waren erst aus dem Jahr 2009.

Eine hochmoderne Aufbereitungsanlage, sozusagen die Waschanlage für die Schläuche und Geräte, wurde ebenso angeschafft und in extra Räume verlagert. „Bei dieser Reinigungstechnik haben wir ebenfalls in die Zukunft investiert, erreichen sozusagen jetzt schon Standards, die vielleicht erst in einigen Jahren gefordert werden“, erklärt der Chefarzt weiter. Investiert wurde zudem in einen neuen Aufwachraum, wo die Patienten nach der Untersuchung an bis zu fünf Plätzen überwacht und betreut werden können. Denn die Untersuchungen, etwa des Magens oder der Lunge mit dem Schlauch durch Mund oder Nase oder die Untersuchungen des Darmes wird heute in der Regel mit einer kurzzeitigen Betäubung durchgeführt, von der die Patienten nach etwa einer Stunde wieder erwachen.

Zudem sind in der neuen Endoskopie des Klinikums auch Endosonographien möglich, sozusagen Ultraschalluntersuchungen von Innen. Diese in Regelkrankenhäusern nicht üblichen Untersuchungsmethoden gibt es seit 1997 am Klinikum. Auch hier stehen die aktuellsten Geräte zur Verfügung.

Etwa 4500 bis 5000 Endoskopie-Untersuchungen werden jährlich am Klinikum ausgeführt. Dazu kommen etwa 3000 Ultraschalluntersuchungen. Bei den Darmspiegelungen sind es etwa 1000 Untersuchungen pro Jahr an ambulanten Patienten, die von den niedergelassenen Ärzten ins Klinikum geschickt werden. Das Klinikum gehört damit außerhalb der drei Großstädte in Sachsen zu den größten Anbietern dieser ambulanten Untersuchungen. Neben Chefarzt Dr. Roland Pfützer und der leitenden Oberärztin Dr. Kerstin Eichhorn steht vor allem noch Oberarzt Dr. Vojtech Jelinek an den Endoskopiegeräten. Ebenso werden an den Geräten auch junge Mediziner ausgebildet, denn das Klinikum Döbeln ist Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig.

Von Thomas Sparrer

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