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Döbeln Döbelner Amtsgericht verurteilt Finanzbetrüger
Region Döbeln Döbelner Amtsgericht verurteilt Finanzbetrüger
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16:53 14.06.2016
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Döbeln

Ein Finanzberater zockte gleich mehrere seiner Kunden von 2009 bis 2012 ab. Statt deren Geld wie versprochen anzulegen, steckte er sich insgesamt 183 500 Euro in die eigene Tasche. Deshalb verurteilte ihn das Schöffengericht am Montag wegen Betruges zu zwei Jahren bedingter Haft, zwei Jahre dauert die Bewährungszeit. „Wir haben viele Dinge zu Ihren Gunsten berücksichtigt. Sie haben die Taten selbst eingeräumt, bei denen Sie massivste Schäden verursacht hatten. Dafür haben sie jetzt mit der Schadenswiedergutmachung angefangen – wenn auch sehr spät“, sagte Richterin Karin Fahlberg, Vorsitzende des Schöffengerichts, als sie dessen Urteil begründete.

Den 40-Jährigen plagte nach eigenen Angaben das schlechte Gewissen. Schließlich zeigte er sich 2014 selbst an, als die Luft dünner wurde. In seiner damaligen Tätigkeit als Finanzberater für eine Vermögensberatung bot der gebürtige Leipziger Freunden und Bekannten an, ihr Geld zu Zinssätzen von bis zu 4,25 Prozent anzulegen. Die ließen ihm teilweise Beträge bis zu 46 000 Euro zukommen. Der Vermögensberater fälschte daraufhin teilweise Sparbriefurkunden und Kontoauszüge, um seinen Kunden die Anlage vorzugaukeln. Er habe mit den Summen einer langjährigen Bekannten aus der finanziellen Patsche helfen wollen. Als das eigene Geschäft auch immer schlechter lief und große Steuernachzahlungen ins Haus standen, begann er, auch für sich selbst Geld abzuzweigen. „Man hat den Eindruck, Sie hätten das Ausmaß unterschätzt, als Sie mit der Beratung angefangen haben und irgendwann reichte dann das Geld nicht mehr“, so Karin Fahlberg. Mittlerweile hat der 40-Jährige den Beruf gewechselt und bemüht sich um Schadensdeckung, wie auch das Gericht honorierte. Mit einem der Gläubiger schloss er einen gerichtlichen Vergleich. Demnach zahlt er nun pro Monat 250 Euro, um die 91 000 Euro Schaden nebst fünf Prozent Zinsen wiedergutzumachen. „Nicht die Wahrheit zu sagen – das war das Problem bei Ihnen. Es muss Ihnen klar sein, dass das ein Ende haben muss, wenn Sie hier durch die Tür gehen“, mahnte Richterin Fahlberg.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte eine höhere, die Verteidigung eine niedrigere Strafe beantragt. Wäre das Gericht dem Antrag der Anklagevertreterin gefolgt, hätte es keine Bewährung mehr geben können.

Von André Pitz

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