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Döbeln Döbelner Autor schreibt Minibuch über Richard Wagner und die Frauen
Region Döbeln Döbelner Autor schreibt Minibuch über Richard Wagner und die Frauen
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18:22 08.04.2013
126 Seiten voll ist das Minibuch, das der Döbelner Autor Hagen Kunze über "Richard Wagner und die Frauen" geschrieben hat. Wenig Platz, auf dem der 39-Jährige viel untergebracht hat, was auch der kulturinteressierten Leserschaft mitunter noch nicht bekannt sein dürfte. Quelle: Wolfgang Sens
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Gerade so groß, dass es bequem in jede Hosentasche passt und sich insbesondere an Kulturtouristen richtet, ist das Wagner-Büchlein, dass der Döbelner Autor Hagen Kunze geschrieben hat. Kunze widmet sich darin einem Thema, das den Komponisten von einer nicht ganz unumstrittenen Seite beleuchtet: "Wagner und die Frauen" heißt das vom Leipziger Buchverlag für die Frau herausgebene Werk(chen). Und es hat Erfolg.

Hagen Kunze, ehemaliger Chefdramaturg am Mittelsächsischen Theater, hatte schon Bach und Schumann in das Mini-Buch gepresst. "Die kompakte populärwissenschaftliche Darstellung kultureller Themen kommt gut an. Gerade im Wagner-Jahr gibt es natürlich jede Menge Material. Da ist etwas Übersichtlichkeit willkommen", berichtet der 39-Jährige, der auch in der knappen Form seiner Dokumentationen Wert darauf legt, dem Anspruch des Fachpublikums gerecht zu werden und "gleichzeitig unterhaltsam zu schreiben".

Was ihm offenbar gelingt. "Richard Wagner und die Frauen" hat den Nerv getroffen. Kunze stellte das Büchlein auf der Leipziger Buchmesse vor und eröffnete damit in der Gutenbergschule die Reihe "Leipzig liest". Am 22. Mai - dem Geburtstag Wagners - tritt Hagen Kunze dann mit seiner unterhaltsamen und zugleich anspruchsvollen Abhandlung zum Weiberheld Wagner im Stadtgeschichtlichen Museum der Messestadt auf.

"Wagner hatte ein eigenartiges Frauenbild und gilt noch heute als charmantes Ekel. Die Frau war für ihn das liebende und unterwürfige Wesen", so Kunze. Was dem Komponisten (†1883) selbst die Suche nach der idealen Partnerin erschwerte, in seiner zweiten Ehefrau Cosima von Bülow aber nach langen Jahren voller Affären und Liebschaften - der mit Mathilde Wesendonck sind seine Werke "Tristan und Isolde" sowie die "Meistersinger" zu verdanken - wohl gefunden hatte. Kunze ergänzt: "Wagner war stark vom Bild seiner Mutter und der Schwester geprägt, von denen er groß gezogen wurde."

Für das Buch - es ist das vierte, das Hagen Kunze in dieses Format brachte - recherchierte der Döbelner in Bayreuth und diversen Archivstuben. "Ich habe mich mit einem Psychoanalytiker unterhalten, Briefe von Wagner an dessen Mutter gelesen und Meinungsbilder unter Kulturschaffenden gesammelt, aus denen eine moderne Definition von Muse geworden ist." Den Frauen waren für Richard Wagner insbesondere das - Inspiration.

"Richard Wagner und die Frauen" - ein Thema, das, so Kunze, "für die breite Masse interessant" ist. Deswegen wird er auch in und um Döbeln Lesungen geben. In der Döbelner Buch-Oase von Andrea Panke etwa oder während einer Veranstaltung der Kreisergänzungsbibliothek in der Kulturscheune Börtewitz.

Thomas Lieb

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