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Döbelner Bogenschützen verbessern Position in der 1. Bundesliga

Döbelner Bogenschützen verbessern Position in der 1. Bundesliga

Die Döbelner Bogenschützen haben beim ersten Heimspieltag am Sonnabend in Döbelns Stadtsporthalle ihre Position in der 1. Bundesliga verbessern können.

Döbeln.

 

 

 

 

"Bitte, wenn möglich ohne Blitzlicht fotografieren!" Der freundliche Hinweis kommt schnell - und mehrfach an diesem Nachmittag in der Stadtsporthalle. Natürlich: Das Blitzen stört die Schützen, die hier hochkonzentriert die Scheiben im Visier haben. Doch ansonsten ist dieser Wettkampf anders als jene, die man sonst von den Bogenschützen, den stillen Sportlern, kennt. Musik tönt aus den Lautsprechern, und auf den Rängen wird getrommelt, geklatscht, gejubelt. Rasseln treiben die Protagonisten auf dem Parkett an, Hupen tönen. Stört das nicht? "Nein", sagt Heiko Ebert, Mannschaftsleiter des Liga-Teams der Döbelner Bogenschützen (DSB), die in der vergangenen Saison den Sprung aus der 2. in die 1. Bundesliga geschafft haben. "Das gehört einfach dazu. Das ist Bundesliga. Das fetzt einfach mehr..." Hier kämpft nicht jeder für sich, wie es ansonsten meistens beim Bogensport ist. "Hier zählt die Mannschaft."

Und jeder verdammte Ring. Was einmal liegen bleibt, ist nur sehr schwer - eigentlich gar nicht - wieder aufzuholen. Das bekommen auch die Döbelner wieder schmerzhaft zu spüren an diesem Nachmittag. "Vier Spiele wollen wir heute gewinnen", sagt Heiko Ebert kurz bevor es ernst wird. "Damit könnten wir unseren Tabellenplatz richtig stärken.

Angesichts der Konkurrenz, die in der Liga lauert, ein hoch gestecktes Ziel. Und auch wenn man es den Aktiven in den orangenen Wettkampf-Shirts von außen überhaupt nicht ansieht: "Wir zittern alle." Gleich die erste Runde für die Döbelner ist eine, die an den Nerven zerrt. Direkter Gegner an der Nachbarscheibe - während des Wettkampfes tritt jedes Team gegen jedes an, bestreitet also acht Matches - ist der BSC BB-Berlin. Maik Herrmann, Andreas Erdmann und Diana Römsdorf stehen einem Teil des deutschen Nationalkaders gegenüber. Jedes Team hat sechs Pfeile, geschossen werden pro Match vier Runden. Das Tolle für den Zuschauer: Er sieht sofort, was der Schütze getroffen hat. Dafür verantwortlich sind acht Beobachter, die mit besonderer Technik, die an der Stirnseite der Stadtsporthalle aufgebaut ist, die Scheiben im Visier haben und sofort die entsprechende Ring-Zahl eingeben, wenn sich der Pfeil ins Papier gebohrt hat. "Das gibt es nur in der Bundesliga und das macht diesen Wettkampf auch so spannend", sagt Heiko Ebert.

Recht hat er. Jeder Treffer wird bejubelt, jeder kann unmittelbar verfolgen, wie es gerade steht. Gegen die Berliner verliert Döbeln mit 225:235. Auch das zweite Spiel, gegen Sherwood BSC Herne, können die Gastgeber nicht gewinnen. Dabei steht es nach den ersten sechs Pfeilen 58:56 für Döbeln und auch nach Runde zwei führt das Trio Herrmann/Erdmann/Römsdorf noch mit 115:114. "Sauber", tönt es von den Zuschauerplätzen und Hoffnungen auf den ersten Match-Gewinn regen sich. Doch schon die nächste Runde zeigt, dass Ausrutscher hart bestraft werden. Während Herne sechsmal die Zehn trifft, lassen die Döbelner neun Ringe liegen. "Das ist nicht aufzuholen, es sei denn, einer schießt wirklich mal komplett daneben..." Diesen Gefallen tun die Herner den Döbelnern natürlich nicht. Das Match endet schließlich 222:233 und Döbeln hat noch sechs Begegnungen Zeit, sein Tagesziel umzusetzen.

Heiko Ebert wechselt Jan Ullmann für Diana Römsdorf ein. Der 30-Jährige kommt aus Dresden und schießt genau wie Andreas Erdmann aus Werdau seit der vergangenen Saison für die Muldestädter. Die müssen sich jetzt gegen Tabellenführer und Vorjahresmeister Querum behaupten. Von der ersten Runde an liegt das Döbelner Trio zurück (52:58) und muss sich am Ende mit 220:229 geschlagen geben. Im nächsten Match läuft es besser. Gegen den Reydter TV holen sich die Gastgeber ihren ersten Gewinn, der mit 228:224 noch relativ knapp ausfällt.

Doch nach der Pause geht es gut weiter, denn auch gegen den SV Dauelsen kassieren die Döbelner Punkte. 225:191 lautet das deutliche Ergebnis zugunsten des heimischen Trios, in dem jetzt wieder Diana Römsdorf für Ullmann schießt.Zwei Matches stehen nun noch aus, das Tagesziel zu erreichen, ist noch drin. Der SV St. Hubertus Siegburg macht es Döbeln nicht ganz so leicht, wie sein Tabellenplatz vielleicht erwarten lässt. Die erste Runde geht an die Gäste (55:56), auch die zweite bringt keine Wende (113:115). Die dritte aber. 172:171 steht es nun, frohlockend und dennoch hochkonzentriert geht das DBS-Team in die letzte Runde. Zwei weitere Ringe können Maik Herrmann, Diana Römsdorf und Andreas Erdmann herausholen, so dass es am Ende 230:227 steht. Fäuste werden geballt, abgeklatscht - der dritte Sieg, super!

Es bleibt der letzte. MASA Mühlheim, Gastgeber der vierten und letzten Wettkampfrunde in dieser Saison in vier Wochen, lässt sich nicht beeindrucken. 54:57 steht es nach den ersten sechs Pfeilen, ein Rückstand, den die Döbelner nicht wieder aufholen können. Am Ende unterliegen sie im letzten Match des Tages deutlich mit 225:231.

Zufrieden sind die Gastgeber dennoch. Nicht nur, dass sie in der Tabelle einen Platz nach oben klettern konnten. Der aufwändige Heim-Wettkampftag an sich verlief dank zirka 30 Helfern aus den Vereinsreihen reibungslos. Und mit vergleichsweise vielen Zuschauern und guter Stimmung lautstark wie bislang kein anderer in der Liga.

Manuela Engelmann

Tabelle 1. Bundesliga:

1. SV Querum4815 38:4

2. Sherwood BSC Herne4798 30:12

3. BSC BB-Berlin4798 25:17

4. MASA Mülheim4697 21:21

5. Döbelner BS4704 18:24

6. Rheydter TV4732 17:25

7. SV Dauelsen4651 10:32

8. SV St. Hubertus Siegburg4691 9:33

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