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Döbelner Brandhaus ist vorerst nicht bewohnbar

Döbelner Brandhaus ist vorerst nicht bewohnbar

Das Haus in der Bahnhofstraße 30 ist nach dem gestrigen Kellerbrand noch nicht wieder bewohnbar. Das Feuer im Keller hat die Elektroinstallation zerstört. Ebenso sind die Abwasserrohre durch die Hitze verbrannt.

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Selina (2), Sarah (13) und Samir (4) Marovigi sowie Nachbarstochter Nawina (16) holten gestern das Nötigste aus den Wohnungen. Das Haus ist ohne Strom und Wasser.

Quelle: Thomas Sparrer

Wann die vier Mietparteien mit zusammen 21 Bewohnern, darunter viele Kleinkinder, wieder in ihre Wohnungen können, ist im Moment noch offen.

 

"Wir sind erst einmal bei meinem Bruder in der Zwingerstraße untergekommen", sagt Susanne Marovigi, die mit ihrem Mann Burim und den vier Kindern (13, zehn, vier und zwei Jahre) in dem Haus wohnt. Auch alle anderen Bewohner sind bei Verwandten untergekommen. Die Nachbarn von ganz oben sind mit ihren drei Kindern noch im Leisniger Krankenhaus. Dorthin waren sie mit den Kleinkinden wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung gekommen. Den neun Monate alten Zwillingen Lea und Luca sowie dem zweijährigen Florian gehe es aber soweit gut. "Sie bleiben aber noch bis morgen mit den Eltern zur Beobachtung im Krankenhaus", sagt Nawina, die 16-jährige Schwester. Sie räumte gestern den Kühlschrank der Eltern aus, um die Lebensmittel der Familie in Sicherheit zu bringen.

 

Susanne Marovigi hat über den Balkon eine Kabeltrommel von den netten Nachbarn aus dem Haus nebenan gereicht bekommen. Damit funktionieren Kühlschrank und Aquarium erst einmal weiter. Überhaupt lobt die 33-jährige Mutter die Hilfsbereitschaft der Nachbarschaft. Michaela Sprößig etwa nahm ganz schnell die vielen Kleinkinder aus dem Brandhaus in ihrer Wohnung in ihre Obhut. Auch von der Apotheke am Sternplatz kam Hilfe in Form von Wasser und Lutschpastillen, denn durch den beißenden Rauch brannte es bei einigen Erwachsenen und Kindern mächtig im Hals.

 

Hausverwalter Olaf Dießner von der gleichnamigen Immobilienverwaltung aus Leipzig stand am Montag, eine Stunde nachdem er vom Brand erfahren hatte, vor dem Haus. "Die Brandursachenermittler waren auch sehr schnell vor Ort. Ich hatte dazu auch gleich den Elektiker und die Sanitärfirma bestellt, welche die beiden von mir verwalteten Häuser in Döbeln betreuen. Wir wollen in Absprache mit den Hauseigentümern den Schaden ganz schnell beheben. Schon im Sinne der Kinder sollen doch unsere Mieter ganz zügig wieder in ihre Wohnungen können", so Olaf Dießner. Doch das Angebot der Hausbewohner, beim Reinigen der verbrannten Keller zu helfen, musste Dießner erst einmal ausschlagen. Auch die Klempner und Elektriker können noch nicht beginnen. "Erst muss der Gutachter der Versicherung her. Mittwoch früh um 9 Uhr haben wir den Termin. Danach, so hoffe ich, können wir die Schäden beheben lassen", so der Verwalter.

 

Warum Winterreifen und weiterer Hausrat in den Kellerräumen des Hauses am Montagmorgen lichterloh brannten, wird derzeit noch ermittelt", war gestern aus der Polizeidirektion in Chemnitz zu erfahren. Thomas Sparrer

Thomas Sparrer

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