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Döbeln Döbelner Brandserie: Polizei fasst Verdächtigen
Region Döbeln Döbelner Brandserie: Polizei fasst Verdächtigen
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23:03 10.02.2014
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Die Beamten nahmen einen 32-jährigen Döbelner noch in der Brandnacht fest. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl.

Das Wochenende endete für Lutz Hesse, den stellvertretenden Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Döbeln, und seine Kameraden gestern gegen drei Uhr morgens. Etliche Brände mussten die Floriansjünger am Wochenende bekämpfen: Papiercontainer und Müllbeutel in Kellern und an Wohnhäusern standen in Flammen und es drohte Gefahr. Offensichtlich war Brandstiftung die Ursache. "Jetzt kann ich hoffentlich wieder ruhiger schlafen", sagt Feuerwehrmann Hesse. Denn die Polizei hat gestern einen Tatverdächtigen ermittelt. Der 32-jährige Döbelner soll die Brände gelegt haben. Sollten sich die Tatvorwürfe gegen den mutmaßlichen Feuerteufel aus Döbeln bestätigen, drohen ihm zwischen einen und zehn Jahren Gefängnis. Zu möglichen Motiven möchte Frank Fischer, Pressesprecher der Polizeidirektion Chemnitz, mit Blick auf die laufenden Ermittlungen noch nichts sagen. Nur soviel: "Durch intensive polizeiliche Arbeit ist es uns gelungen, den Tatverdächtigen zu ermitteln." Die Polizei hat sich dazu auch die Papiercontainer-Brände im Dezember vergangenen Jahres genauer angesehen und laut Frank Fischer "eins und eins zusammengezählt". Trotzdem birgt die weitere Klärung der Fälle noch viel Arbeit für die Kriminalpolizei. Im vergangenen Jahr brannten vor allem Papier-Kübel in Waldheim. Neunmal musste die Feuerwehr 2013 solche Brände löschen.

In welche Gefahr der mutmaßliche Feuerteufel seine Mitmenschen brachte, wird an einem Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses an der Grimmaischen Straße deutlich: In der Nacht zu gestern gegen 1.30 Uhr mussten die Kameraden der Döbelner Wehr dort eine brennende Getränkekiste löschen. "Hier hatte offensichtlich jemand eine Getränkekiste zusammen mit Zeitungspapier und Wellpappe angezündet. Das Feuer drohte auf den Elektroverteilerkasten überzugreifen", teilte die Polizei mit. Nur das beherzte Eingreifen der Polizisten und Feuerwehrleute konnte verhindern, dass sich der Brand ausweitete und größerer Schaden entstand.

Dieses Glück hatte ein Autobesitzer in Leipzig nicht, der durch einen Mülltonnen-Zündler die verheerende Kraft der Flammen zu spüren bekam: Ein bisher unbekannte Feuerteufel hatte Sonntagnacht gegen 23.55 Uhr eine Mülltonne angezündet und neben den Ford-Fokus geschoben. Motor- und Innenraum brannten dadurch aus. Die Hitze des Feuers ließ den Druck im Inneren derart ansteigen, dass die Frontscheibe herausflog und einen VW-Polo beschädigte. Es mutet wie eine böse Ironie an, dass sich die Leipziger Brandstiftung an der Ecke Döbelner Straße/Oschatzer Straße ereignete. Gleichwohl es unwahrscheinlich ist, dass in Döbeln und an der Döbelner Straße in Leipzig derselbe Feuerteufel sein Unwesen trieb. Denn in Döbeln begann die Brandserie am Sonntag gegen Mitternacht, war also zeitgleich zum gelegten Feuer in Leipzig. Dirk Wurzel

Lutz Hesse, Feuerwehrmann

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