Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Döbelner Bücherfeen im Höhenflug
Region Döbeln Döbelner Bücherfeen im Höhenflug
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:48 07.03.2017
Luftsprünge zwischen Bücherregalen: Marielle Ruder und Saskia Riege von der Döbelner Stadtbibliothek freuen sich über 35 400 Bibliotheksbesucher im vergangenen Jahr. Quelle: Sven Bartsch
Anzeige
Döbeln

Knapp jeder zwölfte Döbelner Einwohner ist als Leser in der Stadtbibliothek am Lutherplatz angemeldet. 2791 aktive Nutzer zählt die Döbelner Kultureinrichtung aktuell. Knapp 40 Prozent der Leser sind Kinder und Jugendliche. 42 Prozent der Nutzer sind Erwachsene zwischen 26 und 59 Jahren. 16 Prozent sind über 60 Jahre.

35 400 Besucher kamen im vergangenen Jahr in den Büchertempel. Das ist ein kleiner Rückgang. Krankheitsbedingt gab es im Vorjahr ein paar weniger Veranstaltungen in der Bibliothek. Dennoch könne sich die Bilanz der Stadtbibliothek sehen lassen, sagt Bibliothekschefin Kerstin Kleine. Das engagierte siebenköpfige Team habe im vergangenen Jahr mit 254 Veranstaltungen 4100 Besucher in die Bibliothek gelockt. Allein 260 Schüler konnte die Bibliothek für eine Teilnahme am Buchsommer Sachsen begeistern und dazu bringen, in den Ferien mehrere Bücher zu lesen. Das ist ein neuer Teilnehmerrekord. Mit 54 Veranstaltungen waren die Mitarbeiter der Bibliothek in Kindergärten und -krippen im Stadtgebiet zu Gast.

Veranstaltungen zu Büchern und Medien sieht Kerstin Kleine auch in Zukunft als eine wichtige Aufgabe der Bibliothek an. Dafür wurde auch die Technik der Stadtbibliothek aufgerüstet. Selbst interaktive Bilderbücher , etwa für die Reihe „Dabei ab drei“ für die kleinsten Bibliotheksbesucher sind damit im Angebot. „In einer Gesellschaft, in der in vielen Haushalten kaum noch gelesen wird und kaum Bücher vorhanden sind, ist die Leseförderung mit den Jüngsten eine ganz vorrangige Aufgabe“, so die Leiterin. Zudem sind die Fachkräfte der Stadtbibliothek zunehmend als Medienpädagogen gefragt. „Es wird eine Zukunftsaufgabe von Bibliotheken, den Leuten Orientierung zu geben in der heutigen Medienlandschaft, die aus Nachrichtenschnipseln in sozialen Medien aus glaubwürdigen und nicht nachvollziehbaren Quellen besteht“, sagt Kerstin Kleine.

Das Kerngeschäft bleibt aber die Ausleihe von Büchern und anderen Medien. 108 000 Entleihungen gab es im vergangenen Jahr. 3800 Bücher und Medien wurden 2016 neu angeschafft. 257 mal nutzten die Leser zudem die Fernleihe von Büchern. Fünf bis sieben Prozent an den Entleihungen machen aktuell E-Books aus. Hier kommt beispielsweise eine 90-jährige Leserin regelmäßig und lässt sich von den Bibliotheksfachangestellten ihren E-Book-Reader mit neuem Lesestoff aufladen. Überhaupt sind ältere Leser künftig eine wachsende Zielgruppe.

Auch für 2017 hat die Stadtbibliothek wieder ein dickes Veranstaltungspaket geschnürt. Der geplante Einbau von 100 neuen Fenstern ab Mai soll bei laufendem Betrieb ohne Schließungen organisiert werden.

Von Thomas Sparrer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Folterer von Döbeln bohrte ihm in die Hände und verprügelte ihn. Im Prozess gegen den Mann am Landgericht sagte er als Zeuge. Neulich saß er aber selbst auf der Anklagebank im Amtsgericht Döbeln. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn angeklagt, große Mengen Crystal von Tschechien nach Döbeln geholt zu haben.

Seit 2009 bereitet das Gebäude in der Goethestraße 6 in Hartha nicht nur Bürgern und Stadtverwaltung sondern auch dem Landratsamt Mittelsachsen Kopfzerbrechen. Der Eigentümer kommt seinen Verpflichtungen nicht nach. Weil es zu gefährlich ist, lässt das Landratsamt das marode Gebäude abreißen.

10.04.2018
Döbeln Landgut Westewitz reißt Ställe und Wohnhaus ab für Park mit Spielplatz - Aus Westewitzer Schandfleck wird Schmuckstück

Zwei alte Ställe und ein ruinöses Wohnhaus sollen in den nächsten Wochen vom Gelände des Landgutes Westewitz verschwinden. Auf der freien Fläche lässt das Unternehmen einen Park mit verschiedenen Baumarten und einen öffentlichen Spielplatz anlegen – auf eigene Kosten, weil eine versprochene Förderung ausgefallen ist.

09.03.2017
Anzeige