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Döbeln Döbelner Dynamo-Fans trauern nach Abstieg
Region Döbeln Döbelner Dynamo-Fans trauern nach Abstieg
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23:18 12.05.2014
Unter den Dresdener Anhängern sind traditionell auch viele Döbelner. Quelle: dpa
Döbeln

Von Antonia mARX UND jONAS dEWITZ

Schon während des Spiels entluden einige wenige Fans im Glücksgas-Stadion ihren Frust und entzündeten Pyrotechnik, so dass das Spiel für 16 Minuten von Schiedsrichter Gräfe unterbrochen werden musste. Das Spiel endete nach einem Wechselbad der Gefühle für die Dynamo-Anhänger mit einem umkämpften 2:3 für Bielefeld.

Auch in Döbeln gibt es viele Dynamo-Fans - die Enttäuschung ist überall zu spüren. Hans-Martin Behrisch (18) war dabei, als die SGD aus der Zweiten Bundesliga abstieg: "Das ist extrem bitter. Zusammen mit drei Freunden versuche ich, so oft wie möglich Spiele zu sehen. Ob zu Hause oder auswärts. Jedoch war diese Saison sehr schmerzhaft. Aber wir werden Dynamo weiterhin unterstützen. Uns erwarten viele Ostderbys nächste Saison. Liebe kennt keine Liga. Also Kopf hoch und weiter geht's."

Die Mehrheit der Döbelner Fans blickt zuversichtlich auf die neue Spielzeit. Einer von ihnen ist Dominik Reichelt (15): "An sich ist es tragisch für den Verein, aber vielleicht ist es ja auch das Beste. Ich persönlich hoffe auf einen Neuanfang für Verein, Spieler und Fans. In zwei bis drei Jahren werden wir wieder oben angreifen. Da bin ich mir sicher", so der Döbelner. Ähnlich kämpferisch zeigt sich auch Michelle Pappelbaum (18): "Es war ein sehr trauriger Tag für uns alle. Als man Benny Kirsten auf dem Rasen weinen sah, wusste man, wie viel Dynamo für ihn wirklich bedeutet. Da vergossen auch wir ein paar Tränen. Trotzdem darf man die Köpfe jetzt nicht hängen lassen. Wir stehen zu Dynamo! Egal in welche Liga es auch geht!"

So eine Zuversicht ist bei der Situa­tion von Dynamo dringend nötig. Der Verein befindet sich aus sportlicher Sicht in einer kritischen Lage. Durch die Zweitliga-Klausel verlassen viele Spieler die Mannschaft und werden sich voraussichtlich neu orientieren. Hier muss der Verein eine Lösung finden, um nächstes Jahr eine konkurrenzfähige Mannschaft aufstellen zu können. Mit diesen Fragen und Hintergründen beschäftigt sich nicht nur die Landeshauptstadt. Auch in der Region Döbeln ist der Dresdener Abstieg und seine Folgen das Gesprächsthema. Julius Lantzsch (16) hofft, "dass vermehrt Spieler aus der eigenen Jugend zum Einsatz kommen werden". Der Nossener ist der festen Überzeugung, dass diese dann mit "Leidenschaft und Herzblut" für den Verein kämpfen und siegen werden. Schlussendlich hat der Abstieg der SG Dynamo Dresden eine große Enttäuschung ausgelöst. Aber auch an der Mulde bleibt die Zuversicht: Die Fans versprechen Treue und hoffen auf eine neue und sportlich erfolgreiche Saison.

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