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Döbelner Elektrowärme zieht in neues Gebäude

Döbelner Elektrowärme zieht in neues Gebäude

Das neu gebaute rot-weiße Gebäude der Döbelner Elektrowärme GmbH (DEW) ist keine leere Bauhülle mehr. Seit einigen Monaten ist das Verwaltungsgebäude an der Eichbergstraße fertiggestellt und bezogen.

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Mitarbeiter Gerd Windisch (l.) zeigt Geschäftsführer Rainer Ehrlich und Produktionsleiterin Katrin Hochmuth einen gerade produzierten Heizstab an seiner Maschine.

Quelle: Sven Bartsch

Das ist das sichtbarste Zeichen, dass es mit dem seit 1948 bestehenden Traditionsbetrieb wieder aufwärts geht.

 

Mit der Krise und einigen Pleiten bei Herstellern von Solaranlagen im Jahr 2012 brach der Umsatz beim Döbelner Traditionsbetrieb um die Hälfte ein. Die Döbelner Elektrowärme produziert etwa Heizelemente in großen Stückzahlen, die in den Produktionsanlagen zur Beschichtung von Solarplatten eingesetzt werden. Die beiden großen sächsischen Hersteller solcher Produktionsanlagen, das Ardenne-Institut und die Roth und Rau AG in Hohenstein-Ernstthal nahmen plötzlich kaum noch etwas ab. Als wenn das nicht reichen würde, stellte auch noch Vaillant seine Produktion von Fünf- und Zehnliter-Warmwasserboilern ein. Für die wurden die Heizelemente an der Döbelner Eichbergstraße entwickelt und produziert. 22 Stellen mussten damals abgebaut und der rohbaufertige Verwaltungsneubau auf Eis gelegt werden. Zwischenzeitlich hat sich die Lage des Unternehmens wieder stabilisiert. Die Solaranlagenhersteller nehmen für ihre Maschinen wieder Heizstäbe aus Döbelner Produktion ab. Auch in anderen Bereichen hat das Döbelner Unternehmen neue Impulse gesetzt. Flanschheizkörper für die Automobilindustrie und die Medizintechnik sowie Luftheizregister mit größeren Leistungen, etwa für die Erwärmung von Hallen, gehören zu einem wachsenden Segment. Hinter diesen Produkten stecken aber weniger Massenproduktion, sondern kundenspezifische Lösungen, die auch an Ingenieurleistungen gebunden sind. Deshalb wurde der Ingenieur-Pool des Betriebes vergrößert.

 

Seit letztem Sommer hat die Döbelner Elektrowärme elf neue Mitarbeiter eingestellt. Darunter wurden in der Technologieabteilung und in der Arbeitsvorbereitung junge Ingenieure eingestellt. Auch Zerspaner und Instandhalter wurden und werden eingestellt. Denn es ist abzusehen, dass einige erfahrene Kollegen die Chance zur Rente mit 63 nach 40 Arbeitsjahren nutzen. Die Mitarbeiterzahl soll bei 84 stabil gehalten werden.

 

Neue Impulse erhofft sich das Döbelner Unternehmen in vier Wochen auf der Messe Aquatherm 2015 im russischen St. Petersburg, wo die Elektrowärme als Aussteller teilnehmen wird. "Wir sind wieder in sicherem Fahrwasser und haben unseren Jahresumsatz bei 6,5 Millionen Euro stabilisieren können. Ziel ist es, künftig sieben Millionen Euro im Jahr umzusetzen", sagt Geschäftsführer Rainer Ehrlich (47). Den Mehrumsatz braucht das Unternehmen aber auch, um den eingeführten Mindestlohn zu erwirtschaften. 10 000 Euro mehr Lohnkosten im Monat verursacht der Mindestlohn im Unternehmen. Denn die 8,50 Euro am unteren Ende des Gehaltsgefüges wirken sich auf alle anderen Lohngruppen mit aus.

 

Rainer Ehrlich (47) wurde im vergangenen Sommer zum Geschäftsführer bestellt. Im Herbst 2013 war er als Assistent der Geschäftsführung ins Unternehmen eingetreten. Mehr als 17 Jahre war er zuvor im ostwestfälischen Herfurth als Betriebsleiter eines ähnlichen Unternehmens tätig. Die Döbelner Elektrowärme war Zulieferer für den Herfurther Betrieb. Auf der Hannover Messe 2013 war es zum Kontakt zwischen ihm und dem früheren Geschäftsführer Ulrich Gottlebe gekommen, der im letzten Jahr in den Ruhestand ging.

 

Die Nachfolgeregelung kam zustande, zumal Rainer Ehrlich der Döbelner Region seit 25 Jahren verbunden ist. "In Großpelsen bei Leisnig stand der Hof seiner Eltern. Der ist seit den 1990-er Jahren zu einem beliebten ländlichen Wohnstandort geworden. Hierhin pendelt Rainer Ehrlich seit Jahren und wird in diesem Jahr auch mit seiner Frau und den beiden Kindern umziehen.

Thomas Sparrer

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