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Region Döbeln Döbelner Eltern bei Namensgebung erfinderisch
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21:27 28.03.2012
Region Döbeln

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Namenskundlichen Zentrums (Onomastik) der Universität Leipzig. Demnach konnten Mia und Ben gegenüber dem Jahr zuvor am stärksten zulegen. Generell, so analysierten die Leipziger Onomasten, seien im Norden und im Osten der Republik kürzere Vornamen beliebter als in den südlichen Teilen Deutschlands, in denen Traditionen und die Religion auch bei der Namenswahl größeren Einfluss haben. Neben dem einen Trend zu zwei und mehr Vornamen gibt es einen weiteren Trend zu biblischen und altdeutschen. Bei diesen hat Sachsen eine Vorreiterrolle inne.

Ein Trend, der auch in der Leisniger Heliosklinik bestätigt wird. Hier machten im Vorjahr Oskar und Paul bei den Jungen sowie Mia und Leonie bei den Mädchen das Rennen. "Auffällig ist, dass die häufigsten Namen nicht mehr als sechsmal gewählt wurden, während etwa in den Kevin-Zeiten die Wahl bis zu 20-mal auf den gleichen Namen fiel", so die Leisniger Hebamme Diana Fischer. "Heute ist die Bandbreite viel größer, wobei die Eltern sehr erfinderisch sind." Nicht immer im Interesse der neuen Erdenbürger. "Als Hebamme muss man sich schon hin und wieder auf die Zunge beißen, um sich eine Bemerkung zu verkneifen. Zumal ja insbesondere der Sachse dazu neigt, Namen, deren korrekte Aussprache sich nicht jedem sofort erschließt, ungewollt zu verhohnepipeln", so die Leisniger Hebamme. Viele Eltern würden nach wie vor auch in Film und Fernsehen fündig.

Eine Namensfindungsstrategie, die Isabel Schiffel, Sprecherin der Oschatzer Collm-Klinik, bestätigen kann. "Fernsehserien sowie das Film- und Musikgeschäft werden gern als Orientierungshilfe herangezogen", so die Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit, in deren Klinikum im Vorjahr bei den Mädchen Lena und Mia mit jeweils sechs und bei den Jungen Leon (7) und Paul (5) das Vornamen-Rennen machten. Auch die Collm-Klinik-Sprecherin bestätigt, dass die Bandbreite bei den Namen größer als in vorangegangenen Jahren geworden ist. "Wir hatten 2011 viele Namen, die vier- oder auch fünf- mal gewählt wurden, und selbst für den eher ungewöhnlichen Namen Matti entschieden sich drei Elternpaare", erzählt Schüssel. Die Entscheidungen der Eltern stünden in den meisten Fällen schon vor der Geburt fest, sodass die Hebammen, selbst wenn sie es wöllten, keinen Einfluss mehr nehmen können.

Keinen Einfluss auf die Namensgebung der gebärenden Mütter nehmen laut Daniela Bollmann von den Riesaer Elblandkliniken auch die Geburtshelferinnen dieser medizinischen Einrichtung. Dort hatten bei den Mädchen Lina (11), Emma und Jasmin (je 10) sowie bei den Jungen Ben (13), Oskar (12) sowie Leon, Max und Paul (je 10) die Nase in 2011 vorn. Abgeschlagen auf den hinteren Plätzen lagen auch im Vorjahr in allen drei Geburtskliniken Namen der Kategorie "ausgefallen", wobei hier die Spanne von Adal-Helene über Alma-Samina, Charlize, Sunny-Joy und Shania bis Enola Felicitas reichte. Roger Dietze

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