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Döbelner Feuerwehr wächst über Nacht auf 174 Mitglieder

103 Einsätze im vergangenen Jahr Döbelner Feuerwehr wächst über Nacht auf 174 Mitglieder

Mit dem Jahreswechsel ist die Döbelner Feuerwehr von 120 auf 174 Leute gewachsen. Zu den fünf Standorten der Wehr in Döbeln, Limmritz, Stockhausen, Töpeln und Ebersbach kamen durch die Eingemeindung von Mochau die Gerätehäuser in Mochau, Beicha, Lüttewitz und Choren dazu. 103 mal waren die Döbelner Wehr 2015 im Einsatz.

Eine brennende Kaffeemaschine legte McDonalds an der Autobahnauffahrt Döbeln-Nord im Juni lahm.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Mit dem Jahreswechsel ist die Döbelner Feuerwehr von 120 auf 174 Leute gewachsen. Zu den vorhandenen fünf Standorten der Wehr in Döbeln, Limmritz, Stockhausen, Töpeln und Ebersbach kamen durch die Eingemeindung von Mochau die Gerätehäuser in Mochau, Beicha, Lüttewitz und Choren dazu. „In Sachen Feuerwehr gibt es in den neuen Ortswehren Nachholebedarf. So viel Geld wie in Döbeln in unsere Wehren geflossen ist, wurde in Mochau nicht ausgegeben“, findet Döbelns Gemeindewehrleiter Thomas Harnisch. In dieser Woche unternahm er mit dem ehemaligen Mochauer Gemeindewehrleiter Stephan Vogel eine erste Bestandsaufnahme in den neu hinzugekommenen Döbelner Ortsteilen. Stephan Vogel ist ab sofort neben Lutz Hesse stellvertretender Döbelner Gemeindewehrleiter. Er wird sich in dieser Funktion weiterhin um die Mochauer Ortsteilwehren kümmern. An den Gerätehäusern und der Ausstattung der neu gewonnenen Ortsteile ist einiges zu tun. Der alte LO der Ortswehr in Beicha aus den 60-er Jahren müsste dringend erneuert werden. Zudem brauchen die Einsatzfahrzeuge nach zehn Jahren rein Vorschriftsmäßig neue Reifensätze.

Doch auch an den anderen Feuerwehrstandorten wird investiert. So bekommen die Einsatzkräfte 2016 neue Helme. Denn der Kopfschutz muss turnusmäßig erneuert werden. Auch ein neues Boot mit festem Boden steht für die Wasserwehr auf der Anschaffungsliste. Zudem ist der Digitalfunk eine Großbaustelle, die in diesem Veränderungen gibt es auch in Ebersbach und Stockhausen. Die kleine Ortswehr in Stockhausen tut seit einem halben Jahr mit den Ebersbacher Kameraden ihren Dienst. Durch altersbedingtes Ausscheiden gibt es in Stockhausen derzeit nur noch vier Aktive. Der Feuerwehr-Opel wird nun von Ebersbach nach Stockhausen verlegt. Dort wo er in Ebersbach bisher stand, wird der Platz genutzt, um Duschen und Umkleiden einzubauen.

Insgesamt 103 Einsätze stehen bei den 120 Einsatzkräften der Döbelner Gemeindefeuerwehr im vergangenen Jahr in der Einsatzstatistik. 48 davon waren Brände. Größere waren nicht dabei. 40 Einsätze waren technische Hilfeleistungen. 15 mal kam es zu Fehlalarmierungen. 14 mal davon waren Fehler an Brandmeldeanlagen die Ursachen. Der kurioseste Einsatz 2016 war ein Unfall auf der Bundesstraße 169 am 12. März 2015. Hier war eine Autofahrerin trotz Vollsperrung und Absperrzäunen eisern ihrem Navi gefolgt und in der Baugrube der Brückenbaustelle gelandet. In zwei Fällen konnten die Döbelner Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen nur noch Tote bergen. So bei einem Wohnungsbrand im Februar in der Feldstraße und bei einem Unfall auf der A14 im August. Gleich drei Tage gab es im vergangenen Jahr, an denen die Wehr an nur einem Tag vier Mal ausrücken musste. Dabei ging es am 31. März, am 19. Juli und am 14. August um Sturmschäden und überflutete Straßen nach Unwettern.

55 Aktive, davon vier Frauen zählt die Ortsfeuerwehr Döbeln. Mit den Ortswehren Limmritz, Töpeln, Stockhausen und Ebersbach sind es 120. Zur Gemeindewehr gehören zudem 44 Alterskameraden. Zudem gibt es drei Jugendfeuerwehren in Döbeln, Limmritz und Lüttewitz, in denen insgesamt 35 Kinder und Jugendliche mitarbeiten.

Viel zu tun hat Gemeindewehrleiter Thomas Harnisch derzeit mit den Zuarbeiten für die neue Rettungsleitstelle Chemnitz. Mitte des Jahres soll diese ans Netz gehen. Der Altkreis Döbeln soll als erstes aufgeschaltet werden. Dafür arbeiten Thomas Harnisch derzeit Schwerpunktobjekte, die Feuerwehrstandorte, die Fahrzeugausstellung und Technik sowie die aufgeschalteten Objekte zu. Außerdem wird die Ausrücke-Ordnung der Döbelner Gemeindewehr bei dieser Gelegenheit überarbeitet.

Von Thomas Sparrer

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