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Döbelner Firma schickt Superrutsche auf die Reise nach Düsseldorf

Döbelner Firma schickt Superrutsche auf die Reise nach Düsseldorf

"Alles was rutscht, ist unser Job", sagt René Clausnitzer (46), geschäftsführender Gesellschafter der Döbelner Firma Atlantic. Gestern schickte das 40-Mitarbeiter-Unternehmen wieder einmal eine ganz besondere Rutschenanlage auf den Weg zum Kunden.

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Spediteur René Degen (40) und René Clausnitzer (46) von Atlantics testen die neue Rutsche fürs Ruhrgebiet, die gestern in Döbeln-Ost verladen wurde.

Quelle: Sven Bartsch

Je 25 Meter lang und insgesamt fünf Tonnen schwer sind die sechs Edelstahlteile die Spediteur René Degen (40) von der Firma DGN Logistik, Niederlassung Niederstriegis, gestern auf einen Spezialtransport verladen ließ. Der Spezial-Logistiker ist seit fünf Jahren Partner der Döbelner Firma Atlantics. Gestern startete der überlange Schwertransport samt Begleitfahrzeug zur Autobahn 14. An der Autobahnabfahrt bei Düsseldorf holte ein Begleitfahrzeug den Laster wieder ab und begleitete ihn nach Kevelaer. Ab heute Vormittag werden die sechs Rutschenteile zu einer insgesamt 140 Meter langen doppelten Wasserrutschenanlage zusammengebaut. Die steht im Freizeitpark Irrland in Kevelaer in der Nähe von Düsseldorf. Dort ist in den letzten zehn Jahren aus einem Maisfeldlabyrinth einer der größten Rutschenparks in Deutschland entstanden. Bereits am Freitag wurde der Rutschenturm aus Döbeln angeliefert und übers Wochenende von den Atlantics-Mitarbeitern montiert. "Der Park in Kevelaer ist seit zehn Jahren einer unserer treuesten Kunden. Mehrere hundert Meter unserer Rutschen haben wir schon dahin geliefert und jedes Jahr bestellt der Betreiber neue Erweiterungen bei uns", sagt René Clausnitzer von Atlantics.

 

Das Döbelner Unternehmen hat sich seit dem Jahr 2000 komplett auf den Bau von Rutschenanlagen spezialisiert. Diese werden auf Kundenwunsch projektiert, in Döbeln gefertigt und beim Kunden aufgebaut. Das Geschäft brummt momentan richtig. Erst vor 14 Tagen wurde eine Breitwasserrutsche mit 20 Metern Länge und vier Metern Breite per polizeibegleitetem Spezialtransport ins Freibad Breisach im Schwarzwald versendet. Auch die Rutsche im neuen Leisniger Freibad stammt aus Döbelner Produktion.

 

"Zwei Termine im Jahr machen uns richtig Druck. Die Eröffnung der Saison in deutschen Freibädern im Mai. Dann müssen die Wasserrutschen möglichst stehen. Und der Beginn der Sommerferien: Dann sollten Rutschen in den Freizeitparks fertig sein", schildert der Atlantics-Chef. Am 27. Juni gehen in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien los. Dann muss die neue auf 140 Meter Länge erweiterte Rutschenanlage im Irrland-Park Kevelaer betriebsbereit sein.

 

300 solcher Anlagen aus Edelstahl verlassen pro Jahr das Atlantics-Werk an der Dresdner Straße in Döbeln-Ost. Acht Produktionsteams stellen im Durchschnitt fünf solcher Edelstahlrutschen pro Woche her. Aktuell plant das Unternehmen sein Personal um weitere Metallbauer und Konstruktionsmechaniker aufzustocken. Doch bei der momentan recht guten Arbeitsmarktlage ist es gar nicht so einfach Fachkräfte zu finden, weiß der Unternehmenschef.

 

Die spannendste logistische Aufgabe für Atlantics und die DGN Logistik war neben vielen Spezialtransporten übergroßer Rutschenanlagen im letzten Jahr eine solche Anlage in Paris. Für seinen Show-Room auf der prächtigen Champs Elysee hatte Autohersteller Citröen bei den Döbelnern eine Riesenrutsche über mehrere Etagen bestellt. Mit vier baugleichen Trucks brachte Rene Degen und sein Unternehmen die Teile dafür nach Paris. Ein Filmteam begleitete den besonderen Transport und den Aufbau der Anlage durch die Atlantics-Mitarbeiter. "In unserem Unternehmen sind wir auf diese Entwicklungen und viele weitere unserer Anlagen richtig stolz", sagt René Clausnitzer. © Kommentar

 

Den Filmclip und weitere Informationen gibt es auf http://atlantics.de/

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