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Döbeln Döbelner Gake bald Thema im Ministerium
Region Döbeln Döbelner Gake bald Thema im Ministerium
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22:21 11.01.2013

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"Die Industrieunternehmen im Gewerbegebiet Döbeln-Ost scharren mit den Füßen und sind zurecht sauer", sagt der Döbelner Landtagsabgeordnete Sven Liebhauser (CDU). Mit Unternehmern wie Thomas Partzsch ist er im Gespräch. Auch im Döbelner Rathaus sind Stadträte und verantwortliche Mitarbeiter langsam sauer. Denn der Ausbau der B 175 östlich von Döbeln ist schon seit den 90er Jahren im Gespräch. Vor allem geht es um eine bessere Anbindung der beiden Gewerbegebiete links und rechts der Bundesstraße und um eine Entschärfung der gefährlichen Gakendelle. "In den vergangenen Jahren gab es hier immer wieder schwere Unfälle, einer sogar tödlich. Erst im Mai 2012 waren an der Gakendelle sechs Menschen, darunter zwei Kinder schwer verletzt worden", schildert Liebhauser. Er meldete sich bei Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlock (FDP) an, um das seit langem versprochene rund zehn Millionen Euro teure Verkehrsprojekt in Döbeln voranzubringen.

Bereits im Dezember fuhr Liebhauser gemeinsam mit Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) ins Wirtschaftsministerium nach Dresden, um die Probleme, die das Projekt zum Stillstand brachten, mit dem verantwortlichen Abteilungsleiter zu besprechen. Im Bundesverkehrswegeplan ist der Ausbau der Bundesstraße 175 östlich von Döbeln nicht als Neubau-, wohl aber als Sanierungsprojekt aufgenommen. Damit ist eine Finanzierung mittelfristig zu lösen.

Landkreis muss ins Boot

Für Ende Januar wurde jetzt bereits ein nächster Termin im Wirtschaftsministerium vereinbart. Dann werden Vertreter der Stadt, des Freistaates Sachsen und des Landkreises Mittelsachsen gemeinsam am Tisch sitzen, um das Projekt voranzubringen. Der Landkreis Mittelsachsen war nämlich bisher noch nicht mit im Boot. Doch er ist beteiligt, weil mit der Straße nach Mochau auch eine Kreisstraße innerhalb des Projektes umverlegt werden muss.

"Dieses Jahr wird es definitiv keinen Baubeginn mehr geben", weiß der CDU-Landtagsabgeordnete Sven Liebhauser aus den geführten Gesprächen. "Wir wollen auf keinen Fall noch zehn Jahre warten. Zwei bis drei Jahre sind aber realistisch. Die Probleme rund um den Bau sind nicht schwerwiegend, sondern gemeinsam lösbar."

Seit den 90er Jahren ist die neue B 175 östlich von Döbeln Thema. Ein maßgeblicher Punkt war der Druck von Unternehmern im Gewerbegebiet Ost 1b. Deren Lkw können derzeit die Kreuzung am Chausseehaus nur mit gutem Willen der anderen Autofahrer bewältigen.

Spitze Kurve, rutschende Laster

Zu spitz ist die Kurve, um das Gewerbegebiet zu erreichen. Diese Kreuzung soll nun entschärft werden, ebenso wie der Bereich der so genannten Gake. Hier kam es bereits zu tragischen Unfällen. Im Winter ist es besonders gefährlich, weil Lkw ins Rutschen geraten. Die neue B 175 wird stadtauswärts links von der jetzigen Straße ins flachere Gelände gebaut. Um das Gefälle auszugleichen, soll der obere Teil des Berges abgetragen werden, das Tal wird aufgefüllt und so die Höhenführung zur Autobahn gleichmäßiger gestaltet. Um die Kreuzung am Chausseehaus zu entschärfen, wird die Zufahrt nach Mochau stillgelegt. Etwa in Höhe von Autoteile Unger ist eine Brücke über die B 175 vorgesehen. Diese verbindet beide Gewerbegebiete und schließt sie über Auf- und Abfahrten an die Bundesstraße an. Über diese neuen Verkehrsknoten werden auch Mochau und Oberranschütz erreichbar sein. Die bisherige Einfahrt nach Oberranschütz auf der Bergkuppe der B 175 soll als Gefahrenpunkt auf freier Strecke verschwinden. Stattdessen soll der Ortsteil an die Richard-Köberlin-Straße im Gewerbegebiet angebunden werden. Deshalb wird der Fuß- und Radweg vom Gewerbegebiet zur Verbindungsstraße ausgebaut.

-Kommentar, Seite13

2,8 Kilometer neue Straße umfasst der Ausbau der B 175 östlich von Döbeln vom Kreisverkehr in Döbeln-Zschackwitz bis zur Autobahn 14, Döbeln-Ost.

In Höhe von Autoteile Unger wird eine Brücke beide Gewerbegebiete verbinden. Hier entstehen Gewerbegebietszufahrten und die neuen Zufahrten nach Mochau und Oberranschütz.

An der jetzigen Y-Kreuzung am Chausseehaus wird nur noch der Ortsteil Zschäschütz angebunden.

Thomas Sparrer

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