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Döbeln Döbelner Geflügelbetrieb investiert 1,5 Millionen Euro in neue Verpackungslinien
Region Döbeln Döbelner Geflügelbetrieb investiert 1,5 Millionen Euro in neue Verpackungslinien
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Stolz präsentiert Betriebsleiter Frank Grundl in der Verpackungsabteilung den Preis. Friki hat die Lieferkette der Zwei-Grad-Produkte verbessert. Quelle: Uwe Reinwardt
Döbeln

Mit diesen neuen Artikeln wird das Unternehmen bei der Frischfleisch-Produktion einiges an Mengen aufholen können. Denn das Sommer-Grillgeschäft bei Friki in Döbeln blieb dieses Jahr hinter dem Vorjahr zurück. Der Betriebsleiter und Prokurist führt das auf die frühen Oster- und Pfingstfeiertage 2015 zurück.

Dennoch liegt der Döbelner Betrieb mit seinen 100 eigenen Mitarbeitern und 15 Werksdienstleistern innerhalb der holländischen Plukon Food Group recht gut im Rennen, was Auslastung, Qualität und Arbeitsplätze betrifft. Gerade wurden satte 350.000 Euro in eine neue Wurstschneidemaschinen investiert. Damit können in diesem Jahr für den Selbstbedienungsbereich fast alle namhaften Handelsketten mit 200 Tonnen mehr an abgepackten Geflügelwurstwaren beliefert werden. Auch beim Wurstgeschäft legte Friki dieses Jahr zu. Mit 220 Tonnen Geflügelbratwurst produziert das Unternehmen im Gewerbegebiet Döbeln-Ost satt 100 Tonnen mehr als im Vorjahr.

Ab Januar/Februar 2016 werden im Döbelner Werk neue Verpackungsmaschinen für satte 1,5 Millionen Euro aufgebaut. Marinierte Artikel, wie beispielsweise Steaks, werden dann wie vom Handel gewünscht, von den Kunden von Hand und ganz ohne Schere oder Messer zu öffnen sein. "Damit bieten wir beim marinierten Fleisch eine Neuheit am Markt", ist Betriebsleiter Frank Grundl stolz. Wie eine Haut legt sich eine genau so bezeichnete Skin-Folie luftdicht über die Fleischprodukte. 3500 Tonnen marinierte Fleischprodukte und 3000 Tonnen Wurstwaren stellt Friki in Döbeln jedes Jahr her. Mehr als 7000 Tonnen frisches Geflügelfleisch verarbeitet der Betrieb im Jahr. "Um diese Menge zu halten, unsere Marktstellung und damit die Arbeitsplätze zu sichern, ist eben Innovation wichtig", sagt der Betriebsleiter.

Für Innovation beim Thema Lieferkette wurde das Döbelner Unternehmen zudem geraden mit einem Preis ausgezeichnet. Mit Kooperationspartnern aus der Speditionsbranche und Zulieferern hatte Friki seine Lieferkette für die hochsensiblen Zwei-Grad-Produkte optimiert. Mehr Frische und Schnelligkeit bei der Belieferung des Handels, bessere Lkw-Auslastung und weniger CO2-Ausstoß sind das Ergebnis und der Hintergrund für die hochwertige Branchen-Auszeichnung.

Seit 2002 produziert Friki in Döbeln. Beim enormen Preisdruck im Lebensmittelhandel setzt das zur internationalen Plukon-Food-Gruppe gehörende Unternehmen auf hohe Qualität bei hoher Menge. Dank der nahezu jährlichen Tariferhöhungen im Unternehmen machte die Einführung des Mindestlohnes in diesem Jahr dem Unternehmen keine Probleme. Zudem zahlt Friki seinen Beschäftigten auch Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Prämien auf erfolgreiche Geschäftsjahre.

Thomas Sparrer