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Döbeln Döbelner Glascontainer werden unter das Straßenpflaster versenkt
Region Döbeln Döbelner Glascontainer werden unter das Straßenpflaster versenkt
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23:01 21.12.2011
Premiere für Jens Rost (l.). und sein Glascontainerfahrzeug von der Entsorgungsgesellschaft Döbeln. Per Kran holt er den neuen unterirdischen Weißglascontainer aus dem Pflaster der Dr. Zieger-Straße. Für Braunglas und grünes Glas kommt er auf einer anderen Tour mit einem durch eine Wand getrennten Auflieger. Quelle: Gerhard Dörner

An der Dr. Zieger-Straße, unterhalb des ehemaligen Döbelner Ostbahnhofes, und in der Bärentalstraße sind solche Unterflurcontainer eingebaut worden. Ein Drei-Kubikmeter-Container für Weißglas und zwei je 1,5 Kubikmeter fassende Container für braunes und grünes Altglas sind ins Pflaster eingelassen. Nur zwei papierkorbgroße Einwurföffnungen ragen heraus. Im Inneren dämpfen Kunststoffbänder den Aufprall des Glases. Neben der Ruhe sind die neuen Unterflurcontainer übersichtlich und sauber. "Wir haben in Freiberg damit schon an einem innerstädtischen Standort sehr gute Erfahrungen gemacht. Neben den Glascontainern gab es immer ein Müllproblem. Das ist mit den Unterflurcontainern verschwunden, weil die Hemmschwelle, etwas daneben zu stellen, hier größer ist", sagt Jens Irmer, Geschäftsführer der EKM.

Das kreiseigene Unternehmen verwaltet die Mittel, welche vom Dualen System Deutschland für solche Entsorgungsstandorte bereitgestellt werden. Die Stadt Döbeln ließ die beiden Anlagen bauen. "Etwa 18 000 Euro kostet ein solcher Unterflurglascontainer mit allem drum und dran", weiß Maja Köhler vom städtischen Planungsamt. Das könne man deshalb nicht überall, sondern nur an ausgewählten Problemstandorten bauen. So habe es im Bärental immer Probleme mit abgestelltem Müll gegeben. Oberhalb der Dr. Zieger-Straße gab es einst am Ostbahnhof einen Wertstoffplatz. Weil der immer als Dreckecke am Eingang der Stadt wahrgenommen wurde, habe man ihn einst beseitigt.

EKM-Geschäftsführer Irmer ist überzeugt, dass sich die neuen teuren Standorte langfristig rechnen, wenn die Reinigungs- und Müllentsorgungskosten entfallen. Entspannung verspricht sich Irmer ab 2014, wenn die Papier- und Elektroschrottbehälter entfallen sollen. Für ihre neuen Entsorgungskonzepte wirbt die EKM schon in den Fraktionen des Kreistages.

❏ Papiercontainer und Elektronikschrottbehälter sollen 2014 abgeschafft werden. Hinter den Häusern sollen dann flächendeckend blaue und gelbe Tonnen (anstelle der herumliegenden gelben Säcke) vorherrschen.

❏ Für Elektronikschrott und Sperrmüll will die EKM landkreisweit zehn bis 14 Wertstoffhöfe einrichten, wo diese Arten von Müll abgegeben werden können. Eine kostenlose Abholung des Sperrmülls auf Anforderung soll es geben, aber keine straßenweisen Sperrmüllsammlungen.

❏ Der Kreistag muss den Vorschlägen noch zustimmen.

Thomas Sparrer

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