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Döbeln Döbelner Gymnasiasten bieten Poetry-Slam im Pub
Region Döbeln Döbelner Gymnasiasten bieten Poetry-Slam im Pub
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18:02 02.03.2018
Die Beteiligten des ersten Poetry-Slams des LGD beim Finale am Donnerstag im Pub Prinz Albert Inn. Quelle: Thomas Sparrer
Döbeln

„Anders“. So lautete der Titel des ersten Poetry-Slam, den Schüler des Lessing-Gymnasiums am Donnerstagabend im restlos voll besetzten Pub Prinz Albert Inn in der Döbelner Innenstadt veranstalteten.

Die Idee zu diesem Poesie-Wettstreit hatten Schüler an ihren Deutsch-Lehrer Tommy Greim herangetragen. Die Schüler der von ihm geleiteten Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ griffen die Idee auf und fanden in Wirt Christian Dettke sofort einen Unterstützer.

Die Beteiligten des ersten Poetry-Slams des LGD beim Finale am Donnerstag im Pub Prinz Albert Inn. Quelle: Thomas Sparrer

Zehn Autoren aus der neunten bis zwölften Klasse trugen ihre Texte vor. Dazwischen sorgte die Schulband „Deep in Moon“ für die Musik.

Das Thema des Abends war unter dem Titel „Anders“ breit gefasst. „Beim ersten Mal geht es nicht um einen Wettbewerb sondern um das Sich-Trauen. Die Schüler und ich haben aber den Traum, das Format weiter zu entwickeln“, sagt Tommy Greim. Nach dem riesigen Erfolg dieser ersten Veranstaltung sollte das kein Traum bleiben.

Anja Küchlers Text „So wie wir sind“ handelt vom Anderssein. „Anderssein ist unsere Stärke. Was anderen fehlt, ist Toleranz“, endet die Elfklässlerin beim Poetry-Slam. Quelle: Thomas Sparrer

Elias Hesse aus der 9 a machte mit seiner lustigen Geschichte vom Laternenpfahl den Anfang, bevor die Schulband Radioactive von den Imagine Dragons spielt. Anas, der junge Syrer aus der DaZ-Klasse spricht arabisch, englisch und lernt neben deutsch gerade latein. Er experimentiert in seinem Text mit deutschen Sprichwörtern und erzählt von seinem Hobby, dem Schachspielen und der Sehnsucht nach Damaskus.

Anas aus Syrien besucht die DaZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) des Gymnasiums und spielte in seinem Text mit deutschen Sprichwörtern. Quelle: Thomas Sparrer

Laura Antonia Leschke sorgt mit ihrem Text für Totenstille im Raum: „...das was am Ende bleibt von fallenden Bomben und Kreuzen und Flaggen, weinenden Kindern und toten Soldaten...“so das wiederkehrende Motiv ihres sehr nachdenklichen Textes. „Bin ich gern Ausländer – keine Ahnung“, so endet Ahmeds Beitrag. Der junge Somalier besucht die DaZ-Klasse am Gymnasium.

Laura Antonia Leschke sorgte mit ihrem Anti-Kriegs-Text und teilweise recht blutiger Sprache für Stille und nachdenkliche Gesichter. Quelle: Thomas Sparrer

Clara Busch hat ihre Zeilen „Vom Grinsen hinter den Ohren“ genannt. Sie behandelt den Zwiespalt zwischen Tagträumerei und entspannter Planlosigkeit oder Zielstrebigkeit und Ehrgeiz. Was macht wirklich glücklich?

Slammerin Lina Krause in Aktion. Quelle: Thomas Sparrer

„Ein selbstkritisches Plädoyer“ hat Cornelius Sommerlade verfasst, dass er witzig-launig unter die Zuhörer bringt. Olivia Pahn versucht unterhaltsam die „Liebe“ zu verstehen (im Video). Und zum Schluss bewies Jeremias Günther alias Benny sein Talent als Schauspieler und Autor.

Jeremias Günther alias Benny bewies sein Talent als Schauspieler des Jugendtheaters Döbeln und als Autor. Quelle: Thomas Sparrer

Zum Nachklicken: „Alter Schwede“ von Lars Ruppel | Finalsieger Poetry Slam Meisterschaften 2014 Dresden | MDR

Von Thomas Sparrer

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