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Döbeln Döbelner Gymnasium überlässt Schlüsselgewalt einem Hausmeisterdienst
Region Döbeln Döbelner Gymnasium überlässt Schlüsselgewalt einem Hausmeisterdienst
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23:00 26.04.2013
Döbeln

Der Hauptausschuss, in dem alle Fraktionen des Stadtrates vertreten sind, hat auf seiner jüngsten Sitzung die Hausmeisterdienste am Lessing-Gymnasiums an das Döbelner Serviceunternehmen Heil und Partner vergeben. Wegen der Größe des Auftrages hatte es eine umfangreiche Ausschreibung gegeben. 21 Firmen aus ganz Sachsen gaben Angebote ab. Ein unabhängiges Büro wertete diese Angebote aus, kontrollierte, ob Mindestlöhne und weitere Standards der Branche eingehalten werden und empfahl das Unternehmen Heil und Partner als den günstigsten Bieter. Knappe 80 000 Euro umfasste das Gebot für zwölf Monate. Dem folgten die Stadträte im Hauptausschuss. Am kommenden Donnerstag muss der Stadtrat dazu noch seinen Segen geben.

Vergeben werden damit die Unterhaltsreinigung, Grundreinigung, Glasreinigung und die Hausmeistertätigkeit für das Objekt Lessing-Gymnasium am Standort Straße des Friedens 9. Die Übernahme der Reinigungs- und Hausmeisterdienstleistungen soll ab 1. Juni erfolgen. Der Vertrag gilt vorerst bis zum 31. Dezember dieses Jahres mit der Option der Verlängerung jeweils um ein weiteres Jahr. Rund 46 000 Euro kostet die Dienstleistung bis Jahresende.

Nach Auskunft von Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) ist es nicht die erste Hausmeisterstelle, die an einen Dienstleister ausgelagert wurde. So werden Reinigungs- und Hausmeisterdienste in der Stadtsporthalle schon seit längerem von Heil und Partner ausgeführt. Ebenso gute Erfahrungen mit einem Dienstleister gibt es bei der Hausmeisterstelle in der Großbauchlitzer Grundschule.

In den städtischen Kindereinrichtungen gibt es noch einen Pool mit bei der Stadt angestellten Hausmeistern. Doch Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer schließt nicht aus, dass auch in Zukunft beim Ausscheiden von Mitarbeitern in dem Bereich die Hausmeistertätigkeiten an Dienstleister vergeben werden. "Das ist ein Weg, Personalkosten zu senken. Städte werden einfach immer an ihren Personalkosten gemessen." Über diese oft hinkenden Personalkostenvergleiche ärgert sich der Rathauschef aber oft. Denn viele Städte lagern Aufgaben in Tochtergesellschaften aus, um Personalkosten zu schönen. Dann seien die Sachkosten im Haushalt höher, aber auf diese Positionen werde weniger Augenmerk gelegt.

-Kommentar Seite 13

9,88 Millionen Euro gab die Stadt Döbeln in der gerade bestätigten Jahresrechnung 2011 für Personal aus.

Tariferöhungen und mehr zu betreuende Kinder in den Kitas erhöhten die Personalkosten. Nach Vorgaben des Rechnungshofes muss die Kommune an anderer Stelle wieder Personalkosten einsparen. Auslagern von Aufgaben in die freie Wirtschaft kann aber auch nach hinten losgehen, etwa bei Bauhof oder Winterdienst.

Thomas Sparrer

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