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Döbeln Döbelner Hauptausschuss beschließt Sondertilgung von Krediten dank guter Finanzlage
Region Döbeln Döbelner Hauptausschuss beschließt Sondertilgung von Krediten dank guter Finanzlage
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06:00 29.11.2011

Fest eingeplant hat die Stadt Döbeln aufgrund der miserablen Finanzlage des Landkreis Mittelsachsen eine Erhöhung der Kreisumlage. Kämmerer Gerd Wockenfuß plante zwei Prozentpunkte mehr im städtischen Haushalt als Ausgabe ein. Das entspricht einer Kreisumlage von 29,85 Prozent vom Steuermessbetrag, welche die Stadt Döbeln zur Finanzierung der Aufgaben des Landkreises beisteuern wird. Diese Zahl kursiert bereits in den Kreistagsfraktionen, wobei Döbelns Kämmerer hofft, dass der Kreistag nicht eine noch höhere Kreisumlage beschließen wird.

Neue Kredite und damit eine Neuverschuldung der Stadt Döbeln ist nach dem neuen Haushalt 2012 nicht vorgesehen. Der Schuldenstand der Stadt Döbeln ist seit Mitte des Jahres 2010 aber trotz konsequenter Schuldentilgung um 399 000 Euro gestiegen. Das sind die Schulden der zum 1. Juli eingemeindeten Gemeinde Ebersbach. "Unser Schuldenabbau läuft auch mit dem Haushaltplan 2012 weiter. Wiederum ist eine halbe Million Euro zur Schuldentilgung eingeplant", so Stadtkämmerer Gerd Wockenfuß.

Beim Schuldentilgen haben die Stadträte im Hauptausschuss am vergangenen Donnerstag übrigens einstimmig eine Sondertilgung beschlossen. 500 000 Euro für den Schuldenabbau sind 2011 regulär geflossen. Aufgrund des guten Jahresabschlusses 2010 und eines zu erwartenden ebenso positiven Jahresergebnisses 2011 beschloss der Hauptausschuss Sondertilgungsrechte für 31 000 Euro wahrzunehmen und damit weitere Kredite schneller zurückzuzahlen. "Das ist keine Riesensumme. Aber es ist symbolträchtig. Davon würde unser Bundesfinanzminister träumen", so der Stadtkämmerer.

Die Stadträte im Ausschuss beschlossen die zusätzliche Tilgungsrate auf der Grundlage des vorliegenden Jahresabschlusses für das Jahr 2010. 32,9 Millionen Euro setzte die Stadt Döbeln im Vorjahr um. Ein Plus von 1,5 Millionen Euro wurde dabei erwirtschaftet. Unter anderem wurden mit 5,7 Millionen Euro Gewerbesteuern satte 660 000 Euro mehr eingenommen, als geplant. Auch die Einkommenssteuerzuweisungen der Döbelner Arbeitnehmer fielen mit 2,8 Millionen Euro um 400 000 Euro höher aus. Das deutet auf eine gestiegene Beschäftigungsrate der Döbelner hin.

Dank dieser guten Einnahmen musste der 2010 geplante 590 000 Euro schwere Griff in die städtische Rücklage zur Deckung des Vermögenshaushaltes nicht erfolgen. Das Geld blieb im Sparstrumpf und 951 000 Euro kommen noch hinzu. Und das beste an diesen Zahlen: Der Jahresabschluss 2011 verspricht ein ebenso gutes Ergebnis, dank deutlicher höherer Steuereinnahmen.

❏ weitere Sanierung des Döbelner Stadttheaters (951 000 Euro)

❏ energetische Sanierung des Gymnasiums (936 000 Euro),

❏ weitere Sanierung der Kindertagesstätte "Tausendfüßler" (295 000 Euro)

❏ Trockenlegung des Eingangsbereiches der Kita Berta-Semmig-Heim - Haus der Kleinen Stifte (68 000 Euro)

❏ Wegebau Am Hange und an der Töpfergasse (187 000 Euro)

❏ Im neuen Ortsteil Ebnersbach werden aus der Hochzeitsprämie vom Freistaat Sachsen 360 000 Euro in die Turnhalle Ebersbach, 255 00 Euro in die Stützmauer an der Ebersbacher Hauptstraße sowie weitere Gelder in den Spiel- und Bolzplatz des Ortes sowie in die Straße zum Gewerbegebiet und in neue Buswartehäuschen investiert.

Th. Sparrer

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