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Döbelner Kirchendach fast fertig – im Dezember sollen die Gerüste fallen

St. Nicolai Döbelner Kirchendach fast fertig – im Dezember sollen die Gerüste fallen

Es geht voran auf dem Dach der Döbelner St. Nicolaikirche, das seit dem Frühjahr dieses Jahres im zweiten und dritten Bauabschnitt neu gedeckt wird. Im ersten Abschnitt war der Dachstuhl der Kirche saniert worden. Bis Ende November, Anfang Dezember – so hofft Pfarrer Lutz Behrisch – könnten die Arbeiten abgeschlossen sein und die Gerüste am Gotteshaus endlich fallen.

Alexander Ruby hoch über Döbeln: Der Dachdecker arbeitet derzeit am Dach der St. Nicolaikirche, wo auf der Südseite gerade Dachgaupen als Einflugschneisen für Fledermäuse umfunktioniert werden.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Die Nordseite der Kirche ist fertig, jetzt wird an der Südseite weiter gearbeitet. Eingebaut werden beispielsweise gerade die vier Dachgaupen, von denen zwei – genauso wie auf der Nordseite – zu Einflugschneisen für Fledermäuse umgebaut werden. „Das ist eine Auflage vom Umweltschutz, der wir nachkommen mussten“, erklärt Behrisch.

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Es geht voran auf dem Dach der Döbelner St. Nicolaikirche, das seit dem Frühjahr 2016 im zweiten und dritten Bauabschnitt neu gedeckt wird.

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Auch ein Grund, warum die Kosten für die Dachsanierung am Ende etwas höher ausfallen, als ursprünglich geplant. Vorgesehen waren rund 262 000 Euro, von denen 130 000 Euro über Denkmalschutzmittel des Freistastes Sachsen abgedeckt werden konnten und knapp 67 000 Euro von der Landeskirche beigesteuert wurden. Rund 88 000 Euro hatte die Kirchgemeinde Döbeln zu tragen. Nun sind noch einmal rund 22 000 Euro dazugekommen. „Natürlich wird jeder sagen, gemessen an der Gesamtsumme ist das nicht viel, aber das Geld muss ja auch irgendwie aufgebracht werden“, so Behrisch. Momentan warte man noch auf einen Bescheid von der Landeskirche, bei der ein Antrag auf Unterstützung eingereicht wurde. „Wenn wir das Geld nicht von dort bekommen, müssen wir es wieder über Spenden reinholen“, erklärt der Pfarrer. Wer also bereit ist, die Kirchgemeinde in diesem Fall zu unterstützen, kann seine Zuwendung gern auf dem Spendenkonto des Vereins zur Erhaltung der St. Nicolaikirche hinterlassen (IBAN DE88860654680330039000).

Mit der Fertigstellung des großen Daches der Kirche sind die Arbeiten am Gotteshaus aber noch nicht abgeschlossen. Im kommenden Jahr geht es weiter, dann soll und muss das Dach der Marienkapelle erneuert werden. Dieses ist auch durch die aktuellen Arbeiten in Mitleidenschaft gezogen worden. An der Stelle, wo es an die Außenwand des Kirchenschiffes stößt, wurde die Kehle mit Dachpappe ausgelegt. „Das ist aber total ungenügend, es muss ausgeblecht werden“, so Behrisch, „es besteht dringend Handlungsbedarf, damit es an der Stelle nicht reinläuft.“ Die Kosten hierfür betragen noch einmal rund 65 000 Euro. Der Antrag an den Denkmalschutz über rund 18 000 Euro ist bereits gestellt, die Landeskirche hat ihren Anteil von reichlich 41 000 Euro bereits zugesagt.

Mit der Fertigstellung des Daches auf der Nordseite konnte zwar aus Sicherungsgründen das Gerüst noch nichtabgebaut werden, aber zumindest der Styroporschutz ist von den Fenstern genommen worden. „Damit kommt wenigstens von einer Seite wieder Licht in die Kirche“, ist Behrisch froh. Denn bislang konnte das Innere nur mit künstlichem Licht erhellt werden; die Abdunkelung hat das Klima in der Kirche verändert. „Wir haben mit Schimmelbefall an der Orgel und am Mirakelmann zu kämpfen und am Altar ist eine der großen Bildertafeln gerissen.“ Dieser Riss ist gerade von Restauratoren ausgebessert worden. „Wir müssen die Feuchtigkeit im Kirchenraum wieder senken, das Styropor hat nicht nur abgedunkelt und geschützt, sondern auch wie eine Dämmung gewirkt.“

Von Manuela Engelmann

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