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Döbelner Kreuzungsausbau im Doppelpack

Döbelner Kreuzungsausbau im Doppelpack

Viel wurde angekündigt: Umbau der Kaufland-Kreuzung und der Kreuzung am Volkshaus, Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Flutmulde. Manch einem wird Angst, dass dann niemand mehr mit dem Auto durch Döbeln fahren kann.

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Im Landesamt für Straßenbau und Verkehr Zschopau, Außenstelle Chemnitz, werden derzeit sowohl der Ausbau der Kauflandkreuzung (r.) als auch der Umbau der Kreuzung am Volkshaus (l.) parallel vorbereitet. Noch im Frühjahr könnte es an beiden Stellen losgehen. Das würde aber den innerstädtischen Verkehr komplett lahmlegen. So soll der Knoten am Volkshaus dann wahrscheinlich doch erst im kommenden Jahr in Angriff genommen werden.

Döbeln. Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller kennt das Problem, denn an ihn wenden sich besorgte Einwohner und Geschäftsleute. "Jeder denkt, in 14 Tagen oder drei Wochen geht alles los", erklärt er. Die Sorgen seien groß.

Verantwortlich machen viele die Stadt. Doch die Verwaltung im Rathaus muss im Grunde selbst die Dinge hinnehmen, wie sie kommen. Zwar ist sie für die Sanierung der Nebenanlagen, wie zum Beispiel der Bürgersteige, verantwortlich. Über die Termine grundsätzlich entscheiden werden aber andere. Und von denen haben der Technische Dezernent Thomas Pfeiffer und Bauamtsleiter Erik Brendler noch nichts verbindliches gehört. Sie betonen jedoch, dass ihnen nicht daran gelegen ist, in Döbeln ein Verkehrschaos hervorzurufen.

Alles hängt davon ab, wie die Genehmigungsverfahren weiter laufen. Im Rathaus lag bis zum vergangenen Freitag der Planfeststellungsbeschluss für die Kaufland-Kreuzung aus. Einwände wurden nicht vorgebracht. Wenn es keine Komplikationen gibt, so das Landesamt für Straßen und Verkehr (Lasuv) Zschopau, könnten die Arbeiten im März ausgeschrieben werden. Im Mai wäre dann Baubeginn, was einen zweimonatigen Verzug gegenüber früheren Planungen bedeuten würde.

Vorgesehen ist, den Verkehr aus Richtung Roßwein über die jetzt noch gesperrte Muldenstraße auf die Schillerstraße zu führen, wodurch die neue Kaufland-Kreuzung ihren vierten Schenkel erhält. Die Roßweiner Straße darf danach zwischen Schiller- und Muldenstraße nur noch stadtauswärts befahren werden. Auf der Franz-Mehring-Straße wird sich die Baustelle bis über den Körnerplatz hinaus erstrecken. Dort werden Bushaltestellen verlegt, beziehungsweise in ihrer Form verändert und ein Wendehammer angelegt (die DAZ berichtete mehrfach). Mit Sicherheit wird es während der Baumaßnahmen zu Verkehrseinschränkungen und Umleitungen kommen. Detaillierte Aussagen dazu hat Jürgen Müller aber noch nicht erhalten. Ihm ist aber klar: "Wenn an der Kaufland-Kreuzung gebaut wird und gleichzeitig am Volkshaus, dann wäre Döbeln dicht."

Das sieht inzwischen auch das Lasuv so. Den Knoten am Volkshaus wollen wir erst nächstes Jahr in Angriff nehmen", hieß es aus dem Landesamt. Die Behörde hofft, von den Trägern öffentlicher Belange (Ämter, Verbände, betroffene Unternehmen) die Zusage zu erhalten, ein langwieriges Planfeststellungsverfahren umlaufen zu können, da kein Grunderwerb nötig ist. Dann könnte das Baurecht schneller vorliegen, das als Bedingung für die finanzielle Zusicherung vom Freistaat gilt.

An der Volkshaus-Kreuzung soll eine Mittelinsel angelegt werden, die den Fußgängerverkehr aus der Innenstadt in Richtung Bahnhof- und Burgstraße erleichtert. Außerdem wird die Ampelanlage erneuert.

Beide Bauvorhaben werden also nach jetzigem Stand zeitlich voneinander getrennt. Bliebe noch der Bau von Hochwasserschutzmauern an der Flutmulde, der zum Ende des Sommers hin beginnen soll. Hier sieht die Talsperrenverwaltung Rötha hinsichtlich der Verkehrsströme keine zusätzlichen Probleme. "Wir sperren keine Straßen oder Brücken, sondern bauen vom Fluss aus. Unsere Fahrzeuge werden lediglich wie alle anderen im Stau stehen", sagt der Projektverantwortliche, Manfred Schmidt.

Zurzeit würden sich die Vorhaben in der der Phase der Ausführungsplanung befinden. "Ob wir wie vorgesehen loslegen können, hängt aber von Dritten ab", schränkt Schmidt ein. "Laut Planfeststellungsbeschluss wird es im Bereich der Flutmulde erst archäologische Grabungen geben." Falls sich diese wegen der Funde länger als erwartet hinziehen würden, könne sich der Mauerbau verschieben.

Was den Flutschutz in Sörmitz betrifft, hofft Schmidt, im Sommer starten zu können. Laut jüngstem Änderungsantrag zur Planung soll nun die Straße am Mühlgraben frei bleiben und - wie bei der Flutmulde - vom Fluss aus gearbeitet werden. Schmidt: "Dazu müssen aber alle Betroffenen noch einmal befragt werden.

Frank Pfeifer

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