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Döbelner Leiterin der Heimerer-Schulen geht in Ruhestand

Döbelner Leiterin der Heimerer-Schulen geht in Ruhestand

Wenn gestern an den Heimererschulen Döbeln eine neue Ausstellung eröffnet und bei der Exmatrikulation 100 Absolventen verabschiedet wurden, dann gab es ausnahmsweise ein Ereignis, dass das noch in den Schatten stellte.

Döbeln.

 

 

 

 

Die Wermsdorferin Susanne Hahn hat schon seit einem halben Jahr das Rentenalter erreicht und will nun den verdienten Ruhestand endlich antreten. "Zuerst mache ich eine Reise nach Brasilien. Dann habe ich eine große Familie mit fünf Kindern und acht Enkeln. Mir wird schon nicht langweilig", freut sich die ausgebildete Fachärztin für Innere Medizin auf den neuen Lebensabschnitt. Vor allem im Freundeskreis Hubertusburg Wermsdorf will sie sich weiterhin gesellschaftlich engagieren.

Zwölf Jahre lang war Hahn die Chefin der Döbelner Heimererschulen. Unter ihrer Leitung wurde der Umbau des alten Kasernengebäudes an der Friedrichstraße zur modernen Bildungseinrichtung abgeschlossen und mit der Fachrichtung Podologie die Zahl der Berufsfachschulen auf sechs erhöht. (Weitere Fachrichtungen sind Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Heilerziehungspflege, Krankenpflegehilfe und Physiotherapie.) "Der Erhalt aller Berufsfachschulen war ein ständiger Kampf. Oft mussten wir auf neue Gesetze reagieren, zum Beispiel mit neuen Lehrplänen", blickt Hahn zurück. Ihre Leitungstätigkeit habe deshalb in erster Linie nicht darin bestanden, zu expandieren, sondern "die bestehende Vielfalt zu erhalten". Hahn sieht in der Heimererschule eine wichtige Einrichtung, die für rund 350 junge Menschen aus der Region eine Ausbildungsstätte ist. "Für Berufe, mit denen sie auch mittlerweile in der Region Arbeit bekommen."

Geschäftsführerin Josefine Heimerer und ihr Mann Friedrich bescheinigen Hahn, dass sie die Schule mit viel Herz und Verstand geleitet hat. "Das Fachliche und die menschliche Wärme haben bei ihr gut zusammengepasst", erklärt Josefine Heimerer. Mit viel Anerkennung für Hahns in Döbeln geleistete Arbeit hielt auch der erste Beigeordnete des Landkreises Mittelsachsen, Dr. Manfred Graetz nicht zurück: "Sie haben ihre Tätigkeit nie als Dienst, sondern als Berufung betrachtet. Unter ihrer Leitung ist so viel gelungen, das sich sehen lassen kann und das weit über die Region hinaus ausstrahlt."

Jetzt sind die Jüngeren an der Reihe. Anja Henschel und Dominik Hoja sind die neuen Chefs bei Heimerer in Döbeln. Sie wollen Susanne Hahn nicht kopieren, aber an ihre Leistung anknüpfen. Das heißt laut Anja Henschel, sich der Herausforderung zu stellen, die Schüler optimal auf ihren künftigen Beruf vorzubereiten. Olaf Büchel

Der berufliche Entwicklungsweg der 35 Jahre alten Mügelnerin ist eng mit dem privaten Bildungsträger Heimerer verbunden. Sie absolvierte bei Heimerer in Döbeln ihre Ausbildung und war Leiterin der Berufsfachschule Physiotherapie. Dann wurde sie Leiterin der Heimererschule in Meißen, was sie auch bleibt. Mit der jetzigen Leitung der Heimererschule Döbeln hat sie also eine Doppelfunktion. Sie wird sich auf den organisatorisch-pädagogischen Bereich konzentrieren.

Der 34-Jährige wohnt in Werdau. Er ist bereits Koordinator der Heimerer-Einrichtungen in Sachsen. Seine neue Leitungstätigkeit in Döbeln konzentriert sich auf den technischen Bereich, auch er übt damit eine Doppelfunktion aus. Hoja gewöhnt sich gerade an den Döbelner Dialekt, der doch anders sei, als der, der Werdauer. Und er schätzt bereits die "Spritzigkeit der Menschen in dieser Region", die er so noch nicht kennengelernt hat.

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