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Döbelner Niederfriedhof bietet Baumbestattungen an

Döbelner Niederfriedhof bietet Baumbestattungen an

"Das Thema beschäftigt uns schon länger, weil sich die Bestattungskultur wandelt", sagt dazu Friedhofsverwalter Siegfried Roßberg (54). Eine Antwort auf das Thema Friedwald sei das aber nicht.

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Friedhofschef Siegfried Roßberg (54) zeigt die Musteranlage für die naturnahe Baumbestattung. Die wird jetzt auf dem Niederfriedhof als Neuerung angeboten.

Quelle: T. Sparrer

"Bei uns kommen die Urnen auch weiterhin in geweihte Erde", so Roßberg. Im parkähnlichen oberen Teil des Friedhofes wurde unter einer Hainbuche eine kreisrunde Gemeinschaftsanlage angelegt. Im Abstand von 2,50 Meter, um die Wurzeln nicht zu beschädigten, werden hier die Urnen in der Nähe der Wurzeln beigesetzt. Bis zu zwölf Urnen können unter einem massiven Baum bestattet werden. 2300 Euro kostet die einmalige Gebühr für 20 Jahre, inklusive einer steinernen Grabplatte mit Geburts- und Sterbejahr.

 

"In den 1950-er Jahren gab es hier fast nur Erdbestattungen. In den 70-er und 80-er Jahren nahmen die Einäscherungen immer mehr zu", sagt Siegfried Roßberg. 1992 wurden auf dem Niederfriedhof 702 Urnen bestattet und es gab 302 Erdbestattungen im Sarg. Heute gibt es im Jahr etwa 130 Urnen und 20 Erdbestattungen. Seit 2002 bietet der Niederfriedhof zudem auch Gemeinschaftsgrabanlagen an. Zudem kümmern sich zwei der fünf Friedhofsmitarbeiter auch um Pflege von Einzel- und Gemeinschaftsgräbern. Friedhofschef Siegfried Roßberg ist davon überzeugt, dass trotz vieler gesellschaftlicher Veränderungen das klassische Grab, das individuell und liebevoll bepflanzt und gepflegt wird, auch künftig am meisten nachgefragt bleibt. Die Grabpflege bietet der Friedhof deshalb auch mit an. Die neuen Bestattungsformen unterm Baum oder in der Gemeinschaftsgrabanlage haben den Vorteil, dass die Angehörige keine Pflichten haben. Der Nachteil: Sie haben auch keine Rechte. Der Friedhof sorgt für immergrüne Bepflanzung. Gestecke, Engel und Herzen sind auf den gestalteten Anlagen aber nicht erwünscht. Nur Blumensträuße in einer Grabvase sind möglich.

 

Der Niederfriedhof wurde 1585 als Pestfriedhof angelegt. Er ist 4,4 Hektar groß. Aktuell sind 2072 Grabstätten belegt. Vom unteren Tor bis zum oberen Zaun am Hirtenberg sind es 404 Meter. Rund 254 000 Euro kostet die Bewirtschaftung des Niederfriedhofes im Jahr an Personal- und Betriebskosten. Als eine Art Eigenbetrieb der Kirchgemeinde hat der Friedhof auch seinen eigenen Haushalt und wirtschaftet selbstständig. Fünf Mitarbeiter, davon zwei in Vollzeit und drei in 75-Prozent-Stellen beschäftigt der Niederfriedhof. Bestattet wird in Döbeln zudem am 1938 errichteten Krematorium, welches der Stadt gehört.

Sparrer, Thomas

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