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Döbeln Döbelner Paar feiert 65. Hochzeitstag
Region Döbeln Döbelner Paar feiert 65. Hochzeitstag
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14:10 10.11.2015
Johanna und Hans-Georg Müller aus Döbeln sind seit 65. Jahren verheiratet. Quelle: Foto: Sven Bartsch

Es war der 11.11. vor 65 Jahren, als sich Johanna und Hans-Georg Müller in Hartha das Ja-Wort gaben. Mit Freunden und Nachbarn wurde am Dienstag der Polterabend zur Eisernen Hochzeit im Eigenheim des Paares in Döbeln gefeiert. Am Mittwoch sind die Familie der Tochter, die beiden Enkel und die zwei Urenkel zum eisernen Ehejubiläum eingeladen. Als erster im damaligen Kreis Döbeln kehrte Johannes Müller (heute 91) am 24. August 1945 aus russischer Kriegsgefangenschaft in seine Heimatstadt Hartha zurück. Auf dem Tanzsaal des Flemmingener Hofes lernte er damals seine Johanna (heute 84) kennen. In Hartha läuteten damals auch die Hochzeitsglocken. Ein Jahr nach der Hochzeit zog das Paar nach Chemnitz, wo Hans-Georg in einer großen Poliklinik seine erste Stelle als Zahnarzt antrat. Ein großer Mangel an Zahnärzten im Kreis Döbeln lockte ihn einige Jahre später wieder in die Kreisstadt. „Es gab 1961 keine Zahnärzte mehr in Döbeln. Ein Teil war ins Rentenalter gekommen, andere waren in den Westen gegangen“, erinnert sich Hans-Georg Müller. Als Kreiszahnarzt, Kreisjugendzahnarzt und späterer Chefarzt der Poliklinik für Stomatologie in der Döbelner Rudolf-Breitscheid-Straße lockte er 20 Zahnärzte in den Raum Döbeln, half sie mit Wohnraum und Kindergartenplätzen zu versorgen, um die Lücken in der zahnärztlichen Versorgung der Bevölkerung zu schließen.

Seine Frau Johanna arbeitete mit ihm als stomatologische Schwester in der Poliklinik. „Wir waren praktisch Tag und Nacht zusammen. Manchmal beißt man sich da auch zusammen“, sagt sie schmunzelnd. Tochter Angelika Melzer trat als niedergelassene Zahnärztin in Döbeln in die Fußstapfen des Vaters. Aber auch der Großvater war schon in Hartha Zahnarzt. Zwei Enkel und zwei Urenkel gibt es zudem. Die Enkelin ist wiederum auch in die Zahnmedizin gegangen und arbeitet in Erfurt als Zahnärztin.

In der Wendezeit gingen Johanna und Hans-Georg Müller in den Ruhestand. Bis heute kümmern sie sich um den Garten am Haus. Er spielt noch ab und an am Klavier im Haus. In den 30-er Jahren hatte er das Klavierspiel gelernt und spielte nach dem Krieg in der Harthaer Band „Die Spatzen“. Mit seiner Johanna hatte er zudem Stepptanz gelernt und beide traten mit Tanzeinlagen auf.

Steppen können beide nun nicht mehr. Hier und da bremsen altersbedingte Gebrechen die langen Spaziergänge aus. Sie liest sehr gern. Er widmet sich dem Münzensammeln. „Wir genießen jeden Tag, den wir bei einigermaßen guter Gesundheit verbringen dürfen“, sagt Johanna und strahlt ihren Hans-Georg an.

Von Thomas Sparrer

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