Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Döbelner Piratenschiff wird abgetakelt
Region Döbeln Döbelner Piratenschiff wird abgetakelt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:47 06.04.2016
Das beliebte Spielschiff „Hoppetosse“ in der Wappenhenschanlage ist gesperrt. Es wird nach 13 Jahren abgetakelt. Quelle: Sven Bartsch
Anzeige
Döbeln

Das Ende der Hoppetosse ist besiegelt. Das beliebte hölzerne Piratenschiff auf dem Spielplatz in der Wappenhenschanlage, direkt an der Mulde hat ausgedient. Mit Absperrgittern ist Döbelns beliebtestes Spielgerät eingezäunt. „Die Tage der Hoppetosse sind gezählt. Nach 13 Jahren und zuletzt dem Hochwasser 2013 hat jetzt der Schimmel endgültig gesiegt. Wir mussten klar Schiff machen und das Piratenschiff außer Dienst stellen“, sagt Michael Thürer, vom Sportamt im Döbelner Rathaus, der auch Kapitän über die städtischen Spielplätze ist. Durch den Schimmelbefall ist das Holz des Spielgerätes brüchig geworden. „Auch mit dem besten Willen ist nichts mehr zu machen. Wegen Gefahr im Verzug mussten wir das Spielgerät sperren“, so Michael Thürer. Ihm ist klar, dass an diesem beliebten und sehr gut frequentierten Spielplatz im Stadtzentrum dringend Ersatz geschaffen werden muss. „Wir werden hier zeitnah wieder etwas Adäquates aufstellen. Dafür sind aber noch einige Fragen zu klären. Wir führen Gespräche und diskutieren über die Finanzierung“, so Thürer weiter. Geld für ein neues Spielgerät ist derzeit nicht im Haushalt eingeplant. Allerdings stehen für Reparaturen und Unterhaltung der städtischen Spielplätze rund 15 000 Euro im Etat. 21 Spielplätze aller Art und Größe unterhält die Stadt Döbeln im Stadtgebiet und in den neu eingemeindeten Ortsteilen. Wöchentlich, teilweise sogar täglich, schauen Mitarbeiter des Baubetriebsamtes nach dem Rechten. Monatlich gibt es intensivere Kontrollen und einmal im Jahr werden alle Spielplätze einer Tiefeninspektion unterzogen. Ingo Honolka vom Baubetriebsamt ist dafür der vom Tüv zertifizierte Spielplatzkontrolleur der Stadt Döbeln.

Den Namen „Hoppetosse“ bekam das 2003 auf der Kulturinsel in Einsiedel gebaute Spielschiff von Döbelner Kindern. Zum Kindertag 2003 suchte der Döbelner Kinderschutzbund für das Spielgerät bei einem Wettbewerb einen Namen für das Schiff. Der Vorschlag „Hoppetosse“ kam von dem damals sieben Jahre alten Christoph Brendler. Hoppetosse ist der Name des Schiffs von Kapitän Efraim Langstrumpf, dem Vater von Pippi Langstrumpf aus den Kinderbüchern von Astrid Lindgren. Als Preis bekam Christoph ein Playmobil-Schiff. Mittlerweile hat der junge Mann das Abitur vom Lessing-Gymnasium in der Tasche und jobbt derzeit in Australien.

Von Thomas Sparrer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Unbekannte sind am Wochenende in Döbeln in ein Firmengelände eingebrochen und haben die Räumlichkeiten nach Wertsachen durchsucht. Neben Bargeld erbeuteten die Täter auch einen VW Polo. Der Wagen wurde später wieder aufgefunden und von der Polizei sichergestellt.

05.04.2016

Abseits der Straße verunglückte am Montag ein Motorradfahrer mit seiner Cross-Maschine. Die Rettungskräfte brachte den schwer verletzten Mann ins Krankenhaus.

05.04.2016

Waldheim hat eine neue Straßenbaustelle. Seit Montag (4.April) laufen die Arbeiten an der Staatsstraße 36 zwischen Waldheim und Massanei. Die gehört zur Umleitung für die Kriebsteiner Straße, wo das Landesstraßenamt ebenfalls eine Stützmauer sanieren lässt.

05.04.2016
Anzeige