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Döbelner Rathaus wird rauchsicher und feuerfest

Besucher müssen mit Einschränkungen rechnen Döbelner Rathaus wird rauchsicher und feuerfest

Die Besucher im Döbelner Rathaus müssen über die Sommermonate mit Einschränkungen wegen Bauarbeiten rechnen. Die langen Flure sollen rauchdicht abgetrennt werden. In den Gängen werden dazu verglaste, transparente Konstruktionen errichtet.

Die Gänge und Flure im Döbelner Rathaus werden mit Rauchschutztüren abgetrennt.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Im Nordflügel des Döbelner Rathauses hat am Dienstag die Sanierung der uralten Sanitäranlagen im Treppenhaus begonnen. Danach sind weitere umfassende Maßnahmen zum Brandschutz geplant.

Innenstaatssekretär Michael Wilhelm hatte vor zwei Wochen den entsprechenden Fördermittelbescheid aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ persönlich in Döbeln vorbeigebracht. Der aktuelle Brandschutz im Rathaus soll etwa 850 000 Euro kosten. Drei Viertel davon, etwa 637 000 Euro, werden aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ bezahlt. Das Programm wird aus Mitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen gespeist. Die Stadt Döbeln muss etwa 212 500 Euro beitragen.

Gerade hat der Hauptausschuss weitere Handwerkerleistungen vergeben. So werden etwa die Lüftungsanlagen mit Brandschutzklappen versehen und in die Anlage zusätzliche Rauchmelder integriert. Zwei Firmen hatten dafür Angebote abgegeben. Ausführen wird den Auftrag eine Leisniger Installationsfirma für runde 53 000 Euro.

Für 320 000 Euro wurde zudem der Einbau von Rauch- und Brandschutztüren im Rathauses vergeben. Das gesamte Gebäude besitzt weitläufige Gänge und Treppenanlagen. Im Brandfall können sich giftige Gase ungehindert ausbreiten. Deshalb müssen die einzelnen Bereiche rauchdicht abgetrennt werden. In den Gängen werden dazu verglaste, transparente Konstruktionen errichtet. Die Türen in den Zwischenwänden stehen im Normalfall immer offen und schließen im Brandfall automatisch. Dazu hat jede Rauchschutztür ihren eigenen Rauchmelder. Die anderen Türen sollen solange, wie möglich geöffnet bleiben, um die Flucht nicht zu behindern. Die Anforderungen an den Brandschutz im altehrwürdigen 1912 eingeweihten Rathaus sind sehr streng, weil in dem öffentlichen Gebäude immer starker Publikumsverkehr vorherrscht. In den vergangenen beiden Jahren wurde bereits ein zusätzliches Fluchttreppenhaus eingebaut. Jetzt wird das gesamte Rathaus mit Brandmelde- und Alarmierungstechnik sowie Sicherheitsbeleuchtung ausgerüstet und die Lüftungstechnik brandschutztechnisch auf neuesten Stand gebracht.

Gearbeitet wird in drei Bauabschnitten. Begonnen wird im Rathausostflügel, danach folgen der Westflügel und das Haupttreppenhaus. Im September 2018 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Einschränkungen für die Nutzer des Rathauses werden über die Sommerzeit nicht ausbleiben. Sie sollen aber so gering, wie möglich gehalten werden.

Zu kämpfen haben die Bauverantwortlichen im Rathaus aktuell aber vor allem mit den Finanzen. Die Bauwirtschaft ist mit Aufträgen gut ausgelastet. Die Beteiligung an einigen Ausschreibungen der Stadt ist Weil in dem öffentlichen Gebäude immer starker Publikumsverkehr vorherrscht, sind die Anforderungen, extrem gering. Einige Aufträge mussten mangels Beteiligung sogar beschränkt neu ausgeschrieben werden. Die Folge der guten Konjunktur im Bauhandwerk sind aber auch deutlich höhere Preise. So lag etwa das günstigste Angebote für die neuen Brandschutztüren 85 000 Euro über den ursprünglichen Berechnungen. Ein bisschen hofft Baudezernent Thomas Hanns noch, dass bei den nächsten Angebotseröffnungen in dieser Woche auch einige Preise unter den Kostenberechnungen liegen und so die Gesamtkosten vielleicht noch einigermaßen im Rahmen bleiben. Ansonsten müssen beim Programm „Brücken in die Zukunft“ andere Maßnahmen gestrichen werden. Bis Ende des Jahres sollen die jetzigen Arbeiten beendet sein. Im nächsten Jahr ist dann noch der Westflügel dran. Zwischen Juni und September 2018 finden die letzten Arbeiten am Haupttreppenhaus statt.

Von Thomas Sparrer

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