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Döbeln Döbelner Rosenkavalier: Klare Bilder und volles Orchester
Region Döbeln Döbelner Rosenkavalier: Klare Bilder und volles Orchester
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21:39 21.04.2014
Jens Winkelmann (r.) als Valzacchi, der Intrigant, und Bettina Denner-Brückner (l). als Annina, seine Begleiterin. Sergio Raonic Lucovic (Mitte) gibt in der Döbelner Premiere den köstlich komischen Baron Ochs. Quelle: Jörg Metzner
Döbeln

So lang dieser Höhepunkt der Opernliteratur auch ist, so schnell lässt sich die Handlung zusammenfassen: Angesichts ihres deutlich jüngeren Geliebten Octavian (Barbora Fritscher in einer Hosenrolle) wird der von Leonara del Rio gespielten Ehefrau eines Feldmarschalls klar, dass sie alt wird. Als schließlich der schmierige Baron Ochs (köstlich komisch: Sergio Raonic Lucovic) um die Hand der blutjungen Sophie (Miriam Alexandra) anhält und für die Brautwerbung just Octavian benutzt, verlieben sich die beiden jungen Leute ineinander - und kriegen sich nach einigen Verwicklungen dann auch wirklich. Für die beiden Älteren war das Ganze nur eine Farce.

Im Döbelner Theater liegt dieser Meilenstein des Musiktheaters in den Händen von Sebastian Ritschel, und der Görlitzer Regisseur macht aus der Not, dass das Orchester gar nicht in den Graben passt, eine Tugend: Hier sitzen die Musiker auf der Hinterbühne, das Geschehen spielt auf einem verengten Raum und gleicht einem Kammertheater. Da Ritschel nicht nur der traumhaft schönen Musik von Richard Strauss vertraut, sondern die wichtigsten Vorgänge auch noch mit aufwändig produzierten Videos doppelt, kann nichts schief gehen: Dieser "Rosenkavalier" bietet klare Bilder und verirrt sich nicht im Ungefähren.

Am Pult steht ein guter Bekannter - der ehemalige Generalmusikdirektor Georg Christoph Sandmann. Der ist nämlich dafür verantwortlich, dass die Mittelsächsische Philharmonie mit vielen Studenten zum voll tönenden Strauss-Orchester aufgebläht wurde, und zum Dank darf er darum die zweite Premiere dieser Produktion leiten.

Überhaupt ist die Döbelner Premiere dieses zweifellos ambitioniertesten Projektes des Hauses seit langer Zeit ein Schaulaufen alter Bekannter. Sandmanns Nachfolger Jan Michael Horstmann - bis Sommer 2013 Generalmusikdirektor in Mittelsachsen - lauscht dem Ensemble, das in großen Teilen von ihm geformt wurde. Im Publikum sitzt die Sängerin Miriam Sabba, die nun an den Landesbühnen singt. Ihr Ex-Kollege Christian S. Malchow kehrt an diesem Abend sogar auf seine einstige Bühne zurück: Der Tenor, der seine Sololaufbahn vor fünf Jahren in Mittelsachsen begann, ist in einer kleinen anspruchsvollen Nebenrolle eingesprungen.

Eine ausführliche Rezension des "Rosenkavalier" lesen Sie auf der Kulturseite

Hagen Kunze

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