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Döbelner SC braucht beim Tabellenzweiten möglichst breite Brust

Döbelner SC braucht beim Tabellenzweiten möglichst breite Brust

Aufbauarbeit leisten, könnte das Motto für einige Bezirks-Fußballteams der Region seit dem vergangenen Wochenende lauten. Zumindest zwei Vertreter hat es arg erwischt am letzten Spieltag.

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Nicht mit Angst, sondern mit breiter Brust sollten die Döbelner Bezirksligisten morgen ins Spiel gegen ihren Verfolger Lok Leipzig 2 gehen.

Quelle: Sven Bartsch

Region Döbeln. Ernüchtern für alle sei es gewesen, so DSC-Trainer Steffen Eichhorn. "Das hatten wir uns klar anders vorgestellt", sagt der Coach, der gleich am Montag nach dem verkorksten Spiel gegen Mügeln/Ablaß über eine Stunde lang mit den Spielern zusammen gesessen und Ursachenforschung betrieben hat. "Das Problem ist, dass sich die Jungs mit ihrer Erwartungshaltung so unter Druck setzen, dass sie eben an diesem Tag kein Bein auf die Erde bekommen haben und nicht abrufen konnten, was sie drauf haben." Bleibt die Frage, wie Tabellenführer Döbelner SC (1./32) dies ändern will. Denn das sind die Muldestädter immer noch. Mit einem Punkt Vorsprung vor Verfolger 1. FC Lok Leipzig II (2./31), der ausgerechnet am kommenden Sonntag nun auch noch Gastgeber des zweiten Rückrundenspiels der Döbelner sein wird. "Na klar ist es schwierig, so etwas wie letztes Wochenende aus den Köpfen zu bekommen, vor allem wenn man zum Tabellenzweiten fährt, der zu Hause noch kein Spiel verloren hat." Nun gut, das hatten die Döbelner bis zum vergangenen Sonnabend auch nicht.

"Wir werden auf alle Fälle versuchen, dass die Lok in der Tabelle nicht an uns vorbei marschiert", so Steffen Eichhorn. Und das bedeutet nichts anderes als: "Wir dürfen dieses Spiel nicht verlieren." Entscheidend dabei ist nicht nur, wie viele Spieler aus der ersten Lok-Mannschaft am Sonntag zur Verstärkung der Reserve dabei sein werden. Sondern auch, was in den Köpfen der Döbelner vorgeht. "Ich werde natürlich versuchen, die Mannschaft so einzustellen, dass die nicht mit Angst, sondern mit breiter Brust nach Leipzig fährt. Wir wollen schließlich etwas lösen."

Kaum noch lösbar scheinen die Probleme des VfB Leisnig (16./2) zu sein. Zwei magere Pünktchen stehen auf der Haben-Seite der Bergstädter, und irgendwie ist kein Aufwind in Sicht. Das 0:10 vergangenen Sonntag gegen Sermuth dürfte nicht gerade dazu beigetragen haben, die Moral der Truppe zu stärken. Dieses Wochenende empfangen die Bergstädter den TSV 1906 Burkartshain (9./25) und vielleicht schaffen sie es ja, sich aufzuraffen und für eine kleine Überraschung zu sorgen.

Eine Überraschung wäre es auch, wenn der BC Hartha (13./10), der zuletzt 0:5 gegen Chemie Böhlen verlor, morgen beim Tabellendritten SV Regis-Breitingen (3./39) erfolgreich wäre. Ähnlich schwierig wird die Aufgabe für den SV Ostrau 90 (15./10), der morgen bei den Böhlenern (4./37) antreten muss.

Und die Roßweiner (8./27)? Die können vergleichsweise entspannt in ihre Partie gehen. Als einziges Team aus dem Altkreis Döbeln sind sie nicht abstiegsbedroht. Morgen empfangen sie im Döbelner Stadion Bürgergarten den HFC Colditz (5./34). Im Hinspiel blamierte sich die Blümel-Truppe mit dem 1:4, diesmal soll es besser laufen. Allerdings sind sich die Roßweiner ihrer Außenseiter-Rolle bewusst. Trotzdem: "Die Saison ist noch jung und die Colditzer hatten noch kein Spiel. Mit einem Punkt wären wir zufrieden", so RSV-Trainer Marcel Blümel. Auch personell sieht es in den Roßweiner Reihen nicht ganz schlecht aus - abgesehen davon, das Jens Arnold noch immer rot-gesperrt ist und Hauck fehlt. Bleibt abzuwarten, ob es die RSV-Kicker auch ein sechstes Spiel schaffen, ohne Gegentor oder ungeschlagen zu bleiben.

Manuela Engelmann

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