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Döbelner SC startet Sonntag mit Auswärtsspiel gegen FC Stollberg

Döbelner SC startet Sonntag mit Auswärtsspiel gegen FC Stollberg

Mit einem Auswärtsspiel gegen den FC Stollberg startet Landesligist Döbelner SC am Sonntag in die neue Saison. Gut aufgestellt, mit neuem Trainergespann, neuen Spielern und - wenn man den einhelligen Aussagen von Vorstand und Coach Glauben schenken darf - durchaus optimistisch.

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Gut gestimmt: Das neue Landesliga-Team des Döbelner SC hat eine anstrengende Vorbereitung hinter sich. Doch auch wenn die Saison hart wird - Vorstand und Trainerduo schauen optimistisch-realistisch in die Zukunft.

Quelle: Wolfgang Sens

Döbeln. Dabei steht eine Hoffnung über allem: "Wir wünschen uns eine ruhigere Saison als zuletzt", sagt DSC-Präsident Heiner Hellfritzsch und dürfte damit vielleicht nicht nur den Abstiegskampf der Mannschaft quasi bis zur letzten Sekunde meinen. Neu-Trainer Thomas Kupper formuliert das Ziel in Zahlen: "So schnell wie möglich 40 Punkte, um dann auf der sicheren Seite zu sein." Seine Verpflichtung ist irgendwie auch aus einer der Schlussfolgerungen erwachsen, die der Vereinsvorstand aus den Turbulenzen während und nach der Saison gezogen hat: "Wenn wir einen neuen Trainer holen, dann einen Fußballlehrer."

Thomas Kupper indes, für den sich der Vorstand einhellig entschieden hatte, hat schon die ersten Ergebnisse erzielt. Mit seinem Co-Trainer Uwe Zimmermann hat er das Intensitäts-Level in der Vorbereitung hoch geschraubt. Viermal Training pro Woche plus Testspiel. Da sei schon der eine oder andere Spieler aus der Komfortzone geholt worden. Doch grundsätzlich, so Kupper, hätten sich alle der Vorbereitung gestellt, ordentlich mitgezogen und wer beruflich bedingt nicht zum Training kommen konnte, hat nach einem eigenen Plan trainiert. "Körperliche Fitness ist die Grundlage für Erfolg", stellt der Fußballlehrer klar, weshalb Athletik und Kondition ganz oben auf der Prioritätenliste standen. Was das angeht, sind Fortschritte auszumachen. Während bei den ersten Testspielen nach hinten raus Durchhänger erkennbar waren, sei das jetzt schon besser geworden. "Die Richtung stimmt."

Zur neuen Richtung gehört auch, dass die Spieler damit rechnen müssen, Einsatzzeiten in der zweiten Mannschaft zu bekommen. Die soll und muss zukünftig stärker einbezogen werden. "Wir brauchen die Spielpraxis", sagt Kupper, der dank sieben Neuzugängen personell gut arbeiten kann. "Vieles geht im Training, aber eben nicht alles." In die Breite verstärkt, kann bei den Döbelnern fast jede Position doppelt besetzt werden - das ist wichtig für die Rückrunde, Verletzungsprobleme und mögliche Disziplinarstrafen. Und schon jetzt hilft es wirtschaften: Mit Krondorf und Becker, die wohl erst zur Rückrunde wieder einsteigen, sowie Glaffig und nun auch noch Bunzel (Bänderriss) fallen vier Leistungsträger zunächst aus. Nicht nur deshalb rechnet das Trainergespann mit einer durchwachsenen Hinrunde. "Das ist eine Herausforderung. Aber unlösbar ist es nicht."

Für die Döbelner, die sich wohl darüber im Klaren sind, im großen Haifischbecken Landesliga als "kleine graue Maus" zu gelten, gibt es in dieser Saison nur eines: Möglichst oft gewinnen. "Wir werden alles dafür tun, deshalb arbeiten wir so hart", sagt Kupper, der darauf hofft, mit der Mannschaft auch während einer möglichen Durststrecke den erforderlichen Rückhalt von Außen zu bekommen. Die Zusammenarbeit mit seinem Co-Trainer Uwe Zimmermann jedenfalls scheint gut zu funktionieren - zur großen Freude auch des Vorstandes. "Es stimmt mich positiv, wie sich die Situation bis jetzt schon entwickelt hat", meint Fußball-Vorstand Holger Schmidt. Es herrsche eine Art Aufbruchstimmung, das Training der Mannschaft wird von Zuschauern beobachtet und es gibt bereits Rückkopplungen zwischen Spielern und Trainer - etwas, was man vergangenes Jahr um diese Zeit wohl eher vergeblich gesucht hat. "Die Chemie in der Truppe stimmt schon jetzt, obwohl sieben neue Spieler dazu gekommen sind", freut sich Schmidt.

Dass Stürmer Sebastian Gasch einer von den Neuen ist, dürfte der Mannschaft gut tun. Seine Erfahrung ist unbezahlbar, natürlich. Doch Thomas Kupper wird nicht müde zu unterstreichen, dass ein Gasch allein nichts ausrichten kann. Abgesehen davon, dass kein Spieler mit Bestandsschutz rechnen dürfe, sich immer wieder neu beweisen muss und dass das Tore Schießen im Vergleich zur mangelnden Defensivarbeit bisher nicht das Problem der Döbelner gewesen sei: "Es wäre der größte Fehler, wenn sich die Spieler zurücklehnen würden, nur weil sie Sebastian Gasch haben. Im Gegenteil: Die Mannschaft muss gemeinsam mit ihm um den Erfolg kämpfen." Momentan stehen die Zeichen ganz gut dafür, dass sie das tun wird. Und den Haien in der Landesliga vielleicht doch nicht allzu lange die kleine graue Maus gibt.

Manuela Engelmann

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