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Döbeln Döbelner Seniorenwohnanlage von Baustelle eingeschlossen
Region Döbeln Döbelner Seniorenwohnanlage von Baustelle eingeschlossen
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16:34 13.04.2016
Mittlerweile ist die Notzufahrt zum Grundstück Bahnhofstraße 6 wiederhergestellt. Bis Mai sollen die Arbeiten an dem Bereich der Volkshauskreuzung noch dauern.Foto: Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Taxifahrer Andreas Feith war vergangene Woche ziemlich genervt. An die Bahnhofstraße 6 hatte ihn ein älterer, schwer gehbehinderter Stammkunde bestellt, um tägliche Erledigungen und Arztbesuche mit dem Taxi zu verrichten. Doch der Taxifahrer kam nicht bis zu seinem Kunden, der im Innenhof der Wohnanlage wartete. Die Bauleute an der Volkshauskreuzung hatten die Zufahrt zum Innenhof mit dem Tanzhaus dicht gemacht. Dort befindet sich auch der Eingang und der Fahrstuhl für die von der Volkssolidarität betreuten Wohnanlage.

„Mein Fahrgast kann kaum 20 Meter ohne Hilfe laufen. Ihn über die Baustelle zu Fuß zum Taxi zu bringen, war nicht machbar. Ich musste unverrichteter Dinge wieder abziehen“, ärgert sich der Taxifahrer. Ein paar kleine Besorgungen übernahm er für seinen Kunden. Allerdings fragt er sich, was wäre im Notfall gewesen, wenn etwa ein Rettungswagen angerollt wäre.

Panne bei der Baufirma gerügt

„Wir haben die Panne bei der Baufirma bereits gerügt“, sagt dazu Döbelns Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller. „Die Baufirma verlegt in der Bahnhofsstraße Trinkwasserrohre und hatte die Sperrung genehmigt bekommen. Auflage der Stadt war dabei allerdings, dass die Anwohner über die zeitweiligen Absperrungen der Zufahrten informiert werden. „Die Baufirma versprach, die Anwohner in den nächsten Wochen immer rechtzeitig zu informieren, wenn etwa die Borte im Bereich der Einfahrten gesetzt werden müssen““, so der Döbelner Ordnungsamtsleiter.

Für Notfälle wie Rettungsfahrten müssen die Bauleute übrigens große Stahlplatten bereit halten, die dann über einen Baugraben gelegt werden könnten. Die Arbeiten am letzten Bauabschnitt in der Bahnhofstraße zwischen Wettinplatz und Volkshauskreuzung liegen im aktuellen Zeitplan. Der Ausbau der Bahnhofstraße solle bei entsprechend günstigen Witterungsbedingungen im Mai abgeschlossen werden. Dann wäre die meist befahrene innerstädtische Kreuzung wieder aus allen Richtungen nutzbar.

Das Projekt ist Sache des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, weil sich am Volkshaus die Bundesstraße 175 und die Staatsstraße 32 kreuzen. In den grundhaften Ausbau beider Straßen in dem Bereich fließen rund zwei Millionen Euro. Davon tragen der Freistaat rund 700.000 Euro, die Stadt etwa 250.000 Euro, der Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal rund 700.000 Euro sowie die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft rund 250.000 Euro.

Von Thomas Sparrer

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