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Döbelner Sporthallen an der Kapazitätsgrenze

Döbelner Sporthallen an der Kapazitätsgrenze

Der Stadtrat bekommt ein heißes Eisen auf den Tisch: Schon jetzt fehlen Sporthallenkapazitäten in der Stadt.Ein hoher Prozentsatz der Döbelner Einwohner ist in Sportvereinen organisiert.

Der Stadtrat bekommt ein heißes Eisen auf den Tisch: Schon jetzt fehlen Sporthallenkapazitäten in der Stadt.

 

Ein hoher Prozentsatz der Döbelner Einwohner ist in Sportvereinen organisiert. Diese Vereine bieten ein extrem breites, professionelles und damit zeitintensives Trainings- und Wettkampfprogramm. Das sprengt die Kapazitätsgrenzen der Sporteinrichtungen. Die Hallenkapazitäten fehlen aber auch schon beim Pflichtprogramm, dem Schulsport. Die Sporthalle Döbeln-Nord, am nagelneuen Schulzentrum Am Holländer, ist für die Grundschüler und die Oberschüler zu klein. Dortige Schüler weichen deshalb auch auf andere Hallen aus.

 

Das Platzproblem ist gerade in der Stadtsporthalle deutlich spürbar. Hier kommen sich der UHC mit seinen Floorballern und der Döbelner SC mit seinen Nachwuchsfußballern in die Quere. Alle sind mit ihren Mannschaften im Wettkampfbetrieb, trainieren auf hohem Niveau mehrmals die Woche. Doch wenn die Fußballer im Winter von draußen nach drinnen wechseln, brennt es bei den Hallenzeiten. "Der Hallenbelegungsplan ist auf äußerster Kante genäht", sagt Michael Thürer, Sportkoordinator im Döbelner Rathaus. Es sei schwer, alle Sportvereine und ihre Trainingsvorstellungen unter einen Hut zu bringen.

 

Ausgleich auf privater Fläche

 

Kurzfristig sprang das Sport- und Freizeitzentrum Welwel ein. Die C-Jugend des Döbelner SC trainiert bis Saisonende am Donnerstagabend in der mit einem neuen Sportboden ausgestatteten Welwel-Halle, die Floorballer in der Stadtsporthalle. DSC-Nachwuchstrainer Thomas Hentzschel ist froh über diese unbürokratische Lösung mit dem Welwel: "Im Winter wird es besonders eng in den Sporthallen. Das Welwel könnte mit der neuen Halle auch weiterhin für Entspannung sorgen."

 

Genau dieses Angebot unterbreitet Welwel-Geschäftsführer Torsten Hartwig der Stadtverwaltung. Das nach der Flut neu aufgebaute, privat betriebene Sport- und Freizeitzentrum bietet jetzt in der ehemaligen Tennishalle soviel Platz wie in der Stadtsporthalle. Mit dem neuen Sportboden ist es auf alle Ballsportarten eingerichtet. "Anfragen von Fußballern, Floorballern, Volleyballern und Handballern haben wir schon. Wir könnten uns vorstellen, zusätzliche Umkleiden und Duschen einzubauen und die Halle für den Sport- und Vereinsbetrieb in der Stadt zur Verfügung zu stellen", sagt der Welwel-Geschäftsführer. Über diese zusätzlichen Sporthallenkapazitäten könne zwischen Stadt und Welwel eine vertragliche Einigung über eine Laufzeit von zunächst fünf Jahren erzielt werden. "Das wäre eine klassische Win-Win-Situation für die Stadt und für uns. Die Stadt würde im Vergleich zum Neubau und zur Unterhaltung einer weiteren eigenen Halle sehr viel Geld und Aufwand sparen. Wir könnten nach unseren großen Investitionen im vergangenen Jahr mit einer langfristigen Hallenauslastung kalkulieren. Dem Sport in Döbeln wäre auch geholfen", so Hartwig.

 

Vorpreschen will er in der Frage aber dennoch nicht. "Es ist gut, dass die Stadt ein Gesamtkonzept für ihre Sportstätten erarbeitet. Hier würden wir uns mit unserem Angebot zu gegebener Zeit einbringen. Wir wollen einer sachlichen Diskussion und einer Grundsatzentscheidungen im Stadtrat nicht vorgreifen", so der Welwel-Geschäftsführer.

 

Ein Ingenieurbüro untersucht im Auftrag der Stadt Bauzustand, Auslastung und Kapazität der Döbelner Sportstätten - als Arbeitsgrundlage für die Stadträte. Zudem bittet die Verwaltung die Vereine um Mithilfe. "Wir wollen wissen, wohin sich die Vereine in den nächsten Jahren entwickeln wollen. Auch das soll in das Sportstättenkonzept einfließen", so Michael Thürer.

Thomas Sparrer

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