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Döbelner Stadtsporthalle geht nächstes Jahr für fünf Monate vom Netz

Neuer Brandschutz: Döbelner Stadtsporthalle geht nächstes Jahr für fünf Monate vom Netz

Im kommenden Jahr müssen sich die Döbelner Sportvereine auf einige Probleme einstellen und für ihren laufenden Punktspielbetrieb und das Training Ersatzlösungen finden. Denn nach 21 Jahren im Betrieb muss auch die Stadtsporthalle auf dem Campus des Gymnasiums an die aktuellsten Brandschutzerfordernisse angepasst werden.

Fast fünf Monate geht die Döbelner Stadtsporthalle im nächsten Jahr vom Netz. Das stellt Döbelns Sportvereine vor einige Probleme.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Ab Freitag wird am Lessing-Gymnasium Mathe in der Aula unterrichtet. Grund ist, dass ab diesem Tag das Naturwissenschaftliche Gebäude auf dem Campus des Gymnasiums geräumt wird. Bis Ende Oktober wird es zur Baustelle. Die dortigen Unterrichtsräume sind somit auch die zwei Wochen nach den jetzt beginnenden Oktoberferien nicht nutzbar. Die Schulleitung hat einen entsprechenden Stundenplan erarbeitet. Statt in den entsprechenden Fachkabinetten wird Chemie, Mathe und Physik jetzt in der Aula und im Theaterkeller unterrichtet. Grund für die Stundenplanverschiebungen sind umfangreiche Brandschutzarbeiten an dem rund 20 Jahre alten Gebäude. So werden aus Brandschutzgründen die Lichtschächte von denen man von in den Gängen über alle Etagen schauen kann, geschlossen. Zudem wird bis November ein neues Hausalarmierungssystem und eine Notbeleuchtung samt Batterien für den Notstrom eingebaut

Im kommenden Jahr müssen sich dagegen die Döbelner Sportvereine auf einige Probleme einstellen und für ihren laufenden Punktspielbetrieb und das Training Ersatzlösungen finden. Denn nach 21 Jahren im Betrieb muss auch die Stadtsporthalle auf dem Campus des Gymnasiums an die aktuellsten Brandschutzerfordernisse angepasst werden. In einem Aufwasch sollen zwischen Anfang Juni und Oktober 2018 die Sicherheitsbeleuchtung, die Hausalarmierung, die Brandmeldeanlage, eine Sprachalarmierung und eine gläserne Abtrennung im Eingangsbereich der Stadtsporthalle eingebaut werden.

„Wir haben die Döbelner Vereine jetzt über die zwischen dem 4. Juni und dem 21. Oktober 2018 geplanten Arbeiten in der Stadtsporthalle informiert. Die größte Döbelner Sporthalle geht für diese Zeit komplett vom Netz.“, sagt Michael Thürer, Sachgebietsleiter für Sport im Döbelner Rathaus. Die Vereinsverantwortlichen suchen nun nach Lösungen, wie sie den Spiel- und Trainingsbetrieb in anderen Sportstätten unterbringen können. „Für die Sporthalle in der Burgstraße wird es einen Sonderbelegungsplan geben. Auch haben wir den Döbelner SV Vorwärts gebeten, seine großen Tischtennis-Events ein wenig zugunsten des Handballsports zurückzufahren“, so Michael Thürer. Er geht auch davon aus, dass die Vereinsverantwortlichen der Handballer oder der Floorballer sich mit ihren Verbänden einigen können, dass vielleicht in dieser Zeit zu Beginn der neuen Saison ein paar Auswärtsspiele vorgezogen werden können. „Nach dem Hochwasser 2013 gab es ähnliche Lösungen“, ist Michael Thürer optimistisch. Für den Trainingsbetrieb der Handballer oder Floorballer käme vielleicht auch die große Halle des Welwel in Frage. Hier wäre bei Bedarf über einen eventuellen Kostensatz zu verhandeln.

Für die notwendigen Bauarbeiten an der Stadtsporthalle wurde extra die Zeit der Sommerpause in vielen Sportarten ausgewählt. Doch die sechs Wochen Sommerferien reichen für den Umfang der Arbeiten nicht aus. „Die Stadtsporthalle zählt nicht als reine Sportstätte. Da sie mehr als 200 Zuschauern Platz bietet, gilt sie als Veranstaltungsort und unterliegt noch strengeren Brandschutzbestimmungen“, erklärt Thürer.

Rund 450 000 Euro werden investiert. Das sind 330 000 Euro mehr als im Programm „Brücken in die Zukunft“ geplant. Im Gegenzug wird deshalb die geplante Erneuerung der Tartan-Bahn im Stadion Bürgergarten (Gesamtkosten 300 000 Euro) gestrichen. Die Laufbahn muss noch ein paar Jahre halten.

Von Thomas Sparrer

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