Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Döbelner Tafel versorgt 750 Familien in der Region
Region Döbeln Döbelner Tafel versorgt 750 Familien in der Region
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:33 08.10.2015
Kerstin Hindrichkeit, Kerstin Trautmann und Marlies Schmidt helfen bei der Awo-Tafel in Döbeln, das Obst zu auszusortieren, bevor es an Bedürftige verteilt wird. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Offen stehen die Türen bei Elvira Illgen von der Döbelner Tafel der Awo eigentlich immer. Den Deutschen Tafeltag hätte sie am Dienstag fast vergessen. Denn sie steht mit viel zu wenigen Leuten in einem riesigen Berg an Arbeit. Die Räume an der Bahnhofstraße/ Ecke Friedrichstraße sind zugestellt mit Kisten voller Lebensmittel, Waschmittel und anderen Dingen des täglichen Bedarfes. Das Team besteht aus zwei Senioren im Bundesfreiwilligendienst, drei Ein-Euro-Jobbern und acht Helfern, die im Programm „Bürgerschaftliches Engagement“ 20 Stunden im Monat bei der Tafel beschäftigt sind. Doch die Arbeit fällt immer an. Die Leute sind aber nicht immer da. Von vier Bufdi-Stellen kann Elvira Illgen nur zwei besetzen. Viele junge Männer, die 250 Euro Taschengeld zusätzlich zum Hartz IV verdienen könnten, sind körperlich nicht belastbar. Kisten schleppen für Bedürftige geht gar nicht. So hat Elvira Illgen die früher täglichen Mittagessenangebote auf Dienstag und Donnerstag reduzieren müssen. 50 bis 100 Portionen werden ausgegeben.

750 Familien im Altkreis versorgt die Döbelner Tafel. Montagnachmittag ist in Roßwein Warenausgabe, Dienstagnachmittag in Waldheim, Donnerstagnachmittag in Hartha sowie Dienstag bis Donnerstag ganztags in Döbeln und zusätzlich am Freitagvormittag in Döbeln. Auch Asylbewerber kommen. Etwa 25 sind es in Roßwein, 15 in Waldheim und 30 in Döbeln. Wie alle anderen Bedürftigen müssen sie einen Bescheid vorlegen und einen Obulus von einem Euro für einen Zehn-Liter-Beutel mit Waren bezahlen. „Hier werden alle gleich behandelt und zahlen die gleichen symbolischen Preise“, räumt Elvira Illgen mit einem Gerücht auf.

Die Waren, die Läden und Handelsketten der Region bereitstellen, reichen schon lange nicht mehr aus, um alle Bedürftigen zu versorgen. Lebensmittel kommen auch aus dem Frost in Choren oder Lommatzsch und dem Großlager der Tafel Dresden, wo Hersteller ihre Überproduktion anliefern. Das wird unter den regionalen Tafeln verteilt. Zu den Kunden der Döbelner Tafel gehören Rentner mit Grundsicherung, deren Zahl deutlich zunimmt, Alleinerziehende Mütter und EU-Rentner. Wenn Elvira Illgen zum heutigen Tag der Tafeln einen Wunsch frei hätte, sie wünschte sich eine Industrie-Spülmaschine für ihre Küche und etwas mehr Geld für die Reparaturen der beiden uralten Transporter.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

eststimmung pur hieß es Sonnabendvormittag auf dem Gelände der ehemaligen Textilwerke in Hartha. Besinnlich ging es am Abend in der Waldheimer Stadtkirche zu. Der Städtbund feierte 25 Jahre Einheit und Waldheim und Landsberg 25 Jahre Partnerschaft.

04.10.2015

steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Herbert Naumann aus Etzdorf mit seiner 175er Jawa und Christian Mende aus Grunau mit Drahtesel waren die Ersten, die über die neue Straße fahren durften.

04.10.2015

gendliche aus Israel waren für eine Woche in Döbeln zu Gast. Noa (16) und Matan (18) besuchten das Lessing-Gymnasium und übernachteten bei den beiden Gastgeberfamilien der Zwölftklässlerinnen Josephine Katzer (18) aus Döbeln und Lisa Werner (17) aus Zschaitz.

04.10.2015