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Döbeln Döbelner Trafostationen kommen aufs Podest
Region Döbeln Döbelner Trafostationen kommen aufs Podest
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00:34 28.06.2015
Hochgestellt: Stadtwerke-Prokurist Gunnar Fehnle zeigt die alte und die neue aufs Podest gesetzte Trafostation am Unternehmenssitz Rosa-Luxemburg-Straße. Quelle: T. Sparrer
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Auch an den Schickenhäusern und in Technitz wurden die Stationen schon höher gesetzt.

"Im Rahmen des Hochwasserschutzes nutzen wir die Möglichkeit, Anlagen hochwassersicher zu errichten. So werden auch die Trafostationen in der Döbelner Innenstadt an der Zwingerstraße, am Niedermarkt und am Rathaus ebenso 1,50 Meter höher gesetzt", sagt Stadtwerke-Prokurist Gunnar Fehnle. 770 000 Euro kostet das Ganze. In der Döbelner Innenstadt beginnt der Umbau der Station am Rathaus Mitte bis Ende Juli. Es folgt dann die Station am Niedermarkt im August und anschließend die Station an der Zwingerstraße. Ziel ist es, die Bauarbeiten bis zum Ende des Jahres fertigzustellen. Die insgesamt sechs neuen Transformatoren wandeln den Strom der Mittelspannung mit 20 Kilovolt in 400-Volt-Strom um, der in die Haushalte fließt.

Die Stadtwerke Döbeln haben bei der Sächsischen Aufbaubank insgesamt 22 solcher Hochwasserschutzmaßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 1,8 Millionen Euro beantragt. Von dem beantragten Geld sind 600 000 Euro für Sofortmaßnahmen zur Beseitigung der Hochwasserschäden im Jahr 2013 ausgegeben worden. Die Förderung durch die Sächsische Aufbaubank beträgt 80 Prozent.

Eine weitere Hochwasserschutzmaßnahme im Gesamtumfang von 120 000 Euro realisierten die Stadtwerke mit dem Abriss des Gittermastes am Pferdeberg. Dieser Gittermast wurde durch die Dükerung (Unterquerung) der Mulde mit einem Erdkabel ersetzt und bietet somit nicht mehr die Angriffsfläche bei einem erneuten Hochwasser. Durch diese Maßnahme erfolgte der Ersatzneubau einer Betonmaststation durch eine Kompaktstation und der komplette Rückbau der Mittelspannungsfreileitung. Auch im Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Döbeln an der Rosa-Luxemburg-Straße erfolgen umfangreiche Umbauarbeiten, um Anlagen im Kellerbereich zu schützen oder in höhere Etagen zu verlegen. Hierfür werden bei dem städtischen Unternehmen runde 280 000 Euro eingepreist. Demnächst startet zudem am Freibad der Bau eines neuen Hebewerkes für Oberflächen- und Brauchwasser. Damit soll der Hochwasserschutz für das Stadtbad und das Freibad verbessert werden. Die Stadtwerke sind auch Betreiber des Bades.

Mittlerweile stammen 27 Prozent des Stroms, den die Stadtwerke an die Haushalte liefern, aus eigener Erzeugung. Aus den beiden Blockheizkraftwerken sowie aus Windrädern und Solarzellen, die deren Eigentümer ins Stadtwerke-Netz einspeisen. 86 Millionen Kilowattstunden jagen jährlich insgesamt durchs Stadtwerke-Netz. Die restlichen 73 Prozent kaufen die Stadtwerke zu. Dieser Strom kommt aus dem 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz. Am Umspannwerk Stockhausen fließt er ins Mittelspannungsnetz. 1995 übernahmen die Döbelner Stadtwerke das Stromgeschäft vom EnviaM-Vorgängerunternehmen Wesag. Aus dem einstigen Heizwerk für die Zuckerfabrik und das Neubaugebiet in Nord wurde ein modernes Strom- und Wärmekraftwerk. ©Kommentar

Thomas Sparrer

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