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Döbeln Döbelner Visionen aus dem Pferdewagen
Region Döbeln Döbelner Visionen aus dem Pferdewagen
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23:00 31.08.2012
Hab mein' Wage voll geladen, voll mit Polit-Demokraten - das konnte gestern der Chef des Döbelner Pferdebahnvereins, Uwe Hitzschke (3.v.r.) singen. Und das waren die Fahrgäste: Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann, Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm (Freiberg), Landrat Volker Uhlig, Oberbürgermeister Matthias Damm (Mittweida/v.l.) sowie Landtagsabgeordneter Sven Liebhauser und Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (v.r.). Quelle: Wolfgang Sens

Der Traditionsverein der Döbelner Pferdebahn gibt Gas. Dass aus einer Pferdestärke mehr zu holen ist, als der bereits erreichte Image-Gewinn für die Muldestadt, machten die Vorstandsmitglieder Uwe Hitzschke und Jörg Lippert gestern einer mittelsächsischen Delegation schmackhaft. Der Verein gab Landrat Volker Uhlig, CDU-Bundestagsabgeordneter Veronika Bellmann, dem Freiberger Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm (parteilos) und dessen Amtskollegen aus Mittweida, Matthias Damm (CDU) eine Anregung mit, die auch Döbelns Stadtchef Hans-Joachim Egerer (CDU) und der christdemokratische Landtagsabgeordnete Sven Liebhauser mitbekamen.

Als nunmehr bekennender Mittelsachse, der nach anfänglicher Skepsis gegenüber dem neuen Landkreis "alle Bedenken abgelegt" hat, möchte Uwe Hitzschke als Vereinschef "einen Beitrag dafür leisten, dass sich die Menschen in Mittelsachsen noch stärker mit der neuen Heimat in der Mitte von Sachsen identifizieren können". Eine touristische Linie quer durch den Landkreis - und vielleicht sogar darüber hinaus - die die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten miteinander verbindet, ist aus Sicht der Pferdebahner geeignetes Mittel, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen zu stärken. Von der Bergstadt Freiberg über den Klosterpark Altzella, das Schloss Nossen, Kloster Buch, Schloss Podelwitz bis hin zur Schiffsmühle Höfgen könnte die Linie reichen, die in einem touristischen Konzept eine "schlagkräftige Außenwirkung erzielen" könnte, so Hitzschkes Visionen von einer "landkreisweiten Vermarktung" regionaler Tourismusziele. Selbstredend gehört in das Konzept auch Döbelns Mirakelmann und die Pferdebahn.

Ein geschichtlicher Abriss zur Pferdebahngeschichte gehörte zum Besuch der Delegation genauso wie eine Runde in der Pferdebahn, in der Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer seine Premierenfahrt erlebte.

Die Anregungen zur Grundidee eines touristischen Marketingkonzeptes aus Döbeln wurden nach Freiberg und Mittweida mitgenommen. Was daraus wird, bleibt abzuwarten. In jedem Falle wird der Traditionsverein auch beim bevorstehenden Jubiläum 120 Jahre Pferdebahn in Döbeln (15. September) Gelegenheiten nutzen, um für einen attraktiven Landkreis mit mehreren markanten und attraktiven Besuchermagneten zu werben. Über das Museum und Döbeln hinaus.

Thomas Lieb

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