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Döbeln Döbelner Wirtschaftsförderer Karl Körner mit 68 Jahren gestorben
Region Döbeln Döbelner Wirtschaftsförderer Karl Körner mit 68 Jahren gestorben
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16:33 28.04.2016
So kannten ihn die Döbelner: Ein musikalisches Unikum, immer gut gelaunt und mit guten Kontakten zur Wirtschaft. Karl Körner prägte Döbeln seit 1990 mit. (Archivfoto) Quelle: Wolfgang Sens
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Döbeln

Ein schelmisches Lächeln hatte Karl Körner meistens im Gesicht. Er war ein Unikum. Wo Karli saß und stand, gab es meist gute Laune, ein Liedchen zur Gitarre oder einen flotten Witz von seinen Lippen. Genau dieses ausgeschlafene Unikum, das in seinem Leben für seine Heimatstadt Döbeln viel bewegt hat, werden Freunde und Weggefährten künftig sehr vermissen: Karl Körner, der ehemalige Wirtschaftsförderer der Stadt Döbeln, ist in der Nacht zum Freitag zuhause im Kreise seiner Familie verstorben. Das teilte seine Tochter Kati der Döbelner Allgemeinen Zeitung mit. Er wurde 68 Jahre alt.

In den 22 Jahren, in denen er sich im Rathaus um die Wirtschaftsförderung kümmerte, hat er einiges bewegt und er hat in Döbeln Spuren hinterlassen.

„Es hat Spaß gemacht, und ich bin bis zum letzten Tag gern auf Arbeit gegangen“, sagte Karl Körner als er 2012 mit glatt 65 Jahren in den Ruhestand ging und damals noch einige Pläne schmiedete. Das Gewerbegebiet Döbeln-Ost 1A und 1B ist irgendwie auch zu seiner Erfolgsgeschichte geworden. Als er 1990 seinen Job als Investleiter der Möbelwerke schmiss, um als Dezernent im Döbelner Rathaus anzufangen, krachte gerade die Döbelner Industrie zusammen. 10 000 Arbeitsplätze gingen den Bach oder die Mulde hinunter. „Bei einer Arbeitslosenquote von 27 Prozent habe ich manche Nacht nicht schlafen können“, gestand er damals.

„Wir haben unter Hochdruck versucht, Dinge anzuschieben.“ Und das ist ihm und seinem Team gelungen. Das 88 Hektar große Gewerbegebiet in Ost wurde aus dem Boden gestampft. Aus den geplanten 1600 Arbeitsplätzen dort sind mittlerweile 2200 geworden. Döbeln zählt zu den sächsischen Städten mit der höchsten Dichte an Industriearbeitsplätzen.

Der private Karl Körner sei ein euphorischer Familienmensch gewesen. Er habe seine Frau Dagmar, die beiden Kinder und die zwei Enkelkinder sehr geliebt. „In der Familie hat er seinen Seelenfrieden gefunden“, sagt Michael Thürer, ehemaliger Arbeitskollege und Freund der Familie. Die Musik war Karl Körner ebenfalls wichtig. Er spielte in einer Band, komponierte Songs wie das Döbelner Faschingslied. „In allen Bereichen des Lebens schaffte er es, Menschen zu begeistern und mitzureißen“, schildert Michael Thürer.

Am 9. Mai wird Karl Körner in Döbeln beigesetzt.

Von Thomas Sparrer

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